30. Dezember 2012

Der Countdown

"Der Countdown (seltener: Count-down) (engl. „herunterzählen“, „das Zurückzählen“) ist die getaktete Bekanntgabe der bis zum Eintreten eines bestimmten Ereignisses (z. B. Abschuss einer Rakete, Jahreswechsel etc.) noch fehlenden Zeitspanne." (Wikipedia) 

.....läuft und die Sonne scheint hier, als ob die Jahreszeit Frühling morgen begrüßt wird. Aber nein, morgen ist Silvester und jeder freut sich (mehr oder weniger) auf den Jahreswechsel. Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen hier einen guten Rutsch in das Jahr 2013. Bleibt gesund und munter, lest fleißig hier weiter, denn darüber freue ich mich sehr und nehmt euch nicht zuuuviel für das kommende Jahr vor.....alles kommt, wie es kommen muss.
Ich mache erstmal eine kleine Blogpause, denn ihr wisst aus dem letzten Post, dass ich ein bisschen egoistischer mit mir werden möchte und da gehört der Genuss der Freizeit ohne Schule dazu. Nichts desto trotz werde ich bald weiter über die Koboldklasse und unsere Arbeit berichten....Im Moment liegt der Zeugnisordner vor mir und das Zeugnisprogramm ist frisch installiert, aber das ist schon wieder Arbeit....
Alles Gute!!
Eure Arnie

28. Dezember 2012

Zwischen den Jahren,....

wenn die Weihnachtsgans langsam verdaut ist und man nach all der Völlerei und dem Festgejubel wieder zu Sinnen kommt, beginnt man ein Resümee zu ziehen. Was hat man im letzten Jahr erreicht? Wie lief es persönlich, privat und was war beruflich wichtig? Aber man blickt auch zurück und fragt sich was man ändern muss, damit einiges anders und auch besser läuft. Meine Mutter ist "zwischen den Jahren" sehr abergläubisch und macht mich mit den Deutungen ihrer Träume immer ganz wuschig. Ich glaube an sowas nicht, bin aber auch ein bisschen skeptisch in Anbetracht der Jahreszahl mit einer 13. Zurückblickend kann ich beruflich sagen, dass ich ab dem neuen Schuljahr viel richtig gemacht habe.
Der Schritt in die Lehrerausbildung war gut und ich finde diese Aufgabe immer noch erfüllend und spannend. Auch die Koboldklasse zu übernehmen habe ich nicht bereut, obwohl ich vor der Doppelbelastung Angst hatte.Trotzdem beide Tätigkeiten ziemlich anstrengend und kräftezehrend sind (das habe ich sehr vor Weihnachten gespürt), machen sie Freude. Besonders erfüllend aber finde ich die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen. Manchmal denke ich, sie sind so etwas wie mein "Jungbrunnen", denn sie sind alle sehr viel jünger als ich und absolut toll. Wir mögen uns sehr, jeder hilft dem anderen wo und wie er kann und jeder hat auch absoluten Respekt vor der Arbeit des anderen. Das Beste aber ist, dass wir viel miteinander und übereinander lachen können. Ich glaube, das spüren auch die Kinder und Eltern. Jaja... das klingt fast zu harmonisch...keine Sorge, wir wälzen dafür andere Probleme.
Was ich gern im nächsten Jahr ändern möchte? Ich möchte nicht mehr soooo viel Zeit nur mit Schule verbringen. Das klingt vielleicht komisch, aber ich möchte mehr für mich machen und genießen. Diesen Vorsatz habe ich heute schon in die Tat umgesetzt und nur gefaulenzt, endlich ein Buch weitergelesen, an meinem neuen Handy herumgespielt, ein bisschen gebloggt und nun rolle ich noch ne Runde auf meinem Sofa und schaue fern. Klar habe ich ein schlechtes Gewissen, denn Anfang Februar gibt es Halbjahresinformationen in Berichtform und davon muss ich 23 schreiben. Eigentlich müsste ich jetzt also schon beginnen....Nein, ich beginne noch nicht. Morgen gehe ich zum Sport, um den Gänsebauch wieder in Form zu bringen, werde mein Buch weiterlesen und vielleicht den Ordner mit den Zeugnisvorlagen mal rauskramen.... also vielleicht...

21. Dezember 2012

Endlich....

...sind die heiß ersehnten Weihnachtsferien da. Auch in diesem Jahr bin ich darüber mehr als froh, denn die letzten Tage waren sehr anstrengend für alle. Noch dazu habe ich seit vier Wochen einen fiesen Frosch im Hals, der einfach nicht das Weite sucht. Nach wie vor vermisse ich die Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit. Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, dann fällt mir auf, dass wir irgendwie mehr Zeit hatten oder sich die Eltern die Zeit einfach nahmen. Es war immer ein besonderes Ritual, mit der Mutti Plätzchen zu backen, diese zu dekorieren und sich über den Vater zu amüsieren, der die noch heißen Plätzchen in den Mund stopfte und dann ewig darüber jammerte. Oder die Aufregung um die Weihnachtsstollen... Die Zutaten wurden zum Bäcker gebracht und dann wurden die fertigen Stollen mit dem Schlitten abgeholt. Danach lagen sie im Schlafzimmer, in der Küche und in allen möglichen anderen Ecken. Der tollste Stollen wurde herausgesucht und zu den Verwandten in den Westen geschickt. Oder ich denke an meine Puppenstube, welche das ganze Jahr auf dem Boden stand und erst zu Weihnachten in die Wohnstube gebracht wurde. Die Puppenstube wurde von meinen Eltern selbst gebaut... der Vater brachte in jedem Jahr etwas Neues an, mal war es eine Klingel, mal hatte die Puppenstube ein neues Bad oder die Fernseher wurden mit Dias bestückt, so dass ich modernes Farbfernsehen in der Puppenstube hatte..Die Freude meinerseits war immer riesig, denn ich war die perfekte Puppenmutti.Für all diese Sachen liebe ich meine Eltern sehr, denn auch wenn wir wenig hatten, so war die Vor- und Weihnachtszeit ruhig, besinnlich und einfach schön. Gibt es diese Rituale heute überhaupt noch in den Familien unserer Schulkinder? Ich hoffe ja, auch wenn mich in den letzten Tagen andere Gefühle beschlichen... aber darüber will ich jetzt nicht auch noch jammern. Außerdem lasse ich mich ja leider von dem ganzen Trubel immer wieder anstecken. Heute, wo es alles gibt, renne ich auch erst in den letzten Tagen los und kaufe Geschenke....aber daran werde ich arbeiten im nächsten Jahr.
Nun wünsche ich allen Lesern hier ein ruhiges, schönes Weihnachtsfest, gute Gedanken und vielleicht erinnert sich ja manch einer in dieser hektischen Zeit an seine Kindheit..... 

13. Dezember 2012

Erschöpfung

...zeigt sich jetzt bei vielen Kindern und Lehrern. Man hat das Gefühl, dass fast eine Woche vor Weihnachten die Luft total raus ist. Vielleicht liegt es an den derzeitigen Winterverhältnissen, die einem schon manchmal die Laune am Morgen ziemlich vermiesen. Ich habe gefühlte 100 kg Schnee von meinem Auto in den letzten Tagen entfernt, von den Rutschpartien auf den Straßen ganz zu schweigen... aber das sind ja eigentlich keine Dinge, die einen sooo aus der Ruhe bringen. Mich bringt eher die "Rammelei" mancher Kinder in den Pausen aus der Ruhe. Da wird auf dem Bauch um die Regale gerobbt, die Toilette im Sprint erobert und in einer Lautstärke miteinander kommuniziert, die man manchen zarten Geschöpfen gar nicht zutraut. Trotz stimmungsvoller Musik zum Frühstück (wobei mich ehrlich gesagt die Dudelei manchmal nervt.... ich weiß, das ist gar nicht pädagogisch...) werden wilde Spiele veranstaltet. Nun bin ich wirklich keine Meckertante, aber heute war ich vom Schimpfen so erschöpft, dass ich beim Zeitunglesen so fest eingeschlafen bin und fast den Postboten verpasst habe, der ein Weihnachtspaket abliefern wollte.
Nun sitze ich über meiner Vorbereitung und überlege, wie ich die Kinder zur Ruhe und  Besinnung bringe, denn selbst die Vorleserei war heute sehr anstrengend...einer macht Faxen, der nächste kichert darüber, der übernächste wurde gezwickt.... Himmel nochmal...richtige Kobolde!! Aber ich war als Kind auch nicht anders und hatte in bestimmten Momenten den gleichen Blödsinn im Kopf. Das schärfste waren heute die Lernwörter, welche wir in unser Wörterheft eintrugen. Beim Buchstaben "Nn", waren u.a. schon drei Wörter vorgedruckt...dabei war das Wort "Nixe". Ich: Schaut mal, da ist ein ziemlich schweres Wort zu lesen mit einem x in der Mitte. Ein Junge: Ja, da steht S..!! Die lieben Kleinen lagen flach, vor allem die männlichen Kobolde. Meine Güte und das in der besinnlichen Vorweihnachtszeit. So, nun aber ran an die morgigen "Beruhigungsmaßnahmen!

10. Dezember 2012

Koboldweihnacht Teil 2

Da heute mein Seminartag ist und ich viel vorzubereiten habe, lenke ich mich etwas ab und schreibe noch einiges über die letzten Tage in der Koboldklasse und stelle einige Fotos ein.
Hier sieht man unseren diesjährigen Weihnachtskalender in der Klasse, welcher immer sehr umlagert ist, denn in den Dosen befinden sich kleine Überraschungen.
Dies zeigt einen Blick in unser Klassenzimmer. An unserem Gitter befinden sich je nach Jahreszeit gebastelte Dinge.
 Äpfel und Herzen fand ich zu Weihnachten ganz passend, vor allem weil sie auch nach Weihnachten noch hängen bleiben können. Eine der beliebtesten Übungen während des Buchstabenweges ist die Fühl/Tast- Station. Eine Kollegin lieh mir ihre selbst gefertigten Sandpapierbuchstaben, welche ertastet werden müssen. Der jeweilig neue Buchstabe muss erfühlt werden. In den Fühlsäckchen befinden sich Holzbuchstaben, welche ebenfalls ertastet werden müssen. Anfangs dachte ich, dass die Kinder viel schummeln würden bzw. der Reiz schnell erlischt, aber erstaunlicherweise passiert das so gut wie gar nicht.
In den gelben Plan habe ich jetzt, wie schon erwähnt, die schönen Übungen zu den Krazwusels integriert und freue mich, was so alles von den Kindern entsteht.
Dieser Junge übt Wörter und Bilder zuzuordnen. Dazu habe ich (dank einer tollen virtuellen Freundin, welche diese erstellt hat) viele ausgeschnitten und etwas geordnet in kleine Ikea-Schachteln gepackt. Damit die Kinder wissen, welche Buchstaben bei den Wörtern eine Rolle spielen, habe ich diese auf die Schachteln geklebt.
Dieses Material habe ich schon einmal gezeigt, allerdings mit Laut- Bildzuordnung. Viele Kinder greifen verstärkt zur nächsten Variante und haben große Freude am Umgang damit. Ich staune immer wieder, wie flexibel Kinder sind. Obwohl wir bei weitem noch nicht alle Buchstaben ausführlich im Buchstabenweg durchlaufen haben, finden sich viele Kinder immer besser mit den Buchstaben zurecht und lesen. Auch zu dieser Übung greifen die Kobolde verstärkt. Dabei kommt es darauf an, den Anlaut und den Endlaut gut zu erhören. Die Wischerei mit den Foliestiften wird dank eines guten Tipps in den Kommentaren immer besser. Man drückt ein "Zewa" nur an den nicht laufenden Wasserhahn, der ja trotzdem feucht ist. Die Feuchte reicht super, um eine Folie abzuwischen. Damit ist dieses Problem gelöst. Diesen Silbensack habe ich mal vor einigen Jahren gebastelt und nun hervorgekramt. Die Kinder versuchen aus den Silben Weihnachtswörter zu finden, was sich als nicht sooo  einfach herausstellt...die Wörter werden dann in das Tagebuch übertragen.
Zum Schluss noch ein Blick auf die Materialkoffer, welche auf dem Fensterbrett stehen und von den Kindern ebenfalls sehr gern genutzt werden. Die Silben- und Anlautkiste vom Matobe- Verlag ist Gold wert. In der anderen Materialkiste sind bereits Übungen für den orangen Plan enthalten, der in Kürze eingeführt wird.
 



9. Dezember 2012

Koboldweihnacht

Draußen schneit es mal wieder und es wird Zeit, hier etwas zu schreiben. Obwohl die vielgepriesene Vorweihnachtszeit besinnlich und ruhig sein sollte, ist sie es wohl an den meisten Schulen eher nicht. Deshalb hatte ich mir für dieses Schuljahr vorgenommen, die Hektik außen vor zu lassen und vieles ruhiger anzugehen. Es gelingt mir zunehmend besser, denn ich setze mich nicht mehr so unter Druck und da wir in unserer Schule recht zeitig mit der Vorweihnachtswoche starteten, ist alles etwas ruhiger in diesem Jahr. Die Kobolde durften eine wunderschöne (durch Eltern gestaltete) Weihnachtsfeier erleben, buken wie die Wilden Plätzchen und auch so sind wir alle miteinander entspannt und glücklich. Ich lese sehr viel vor und habe große Freude an dieser wunderbaren Klasse. Der
absolute Renner der KInder sind jedoch die Krazwusels. Diese Figuren stammen von Susanne Schäfer und Herrn Krahl. Sie sind herzallerliebst gezeichnet und bieten viele Möglichkeiten, um zu lesen, zu drucken, zu erzählen und vor allem zu lachen. Opa Krazwusel ist ein Tausendsassa, den die Kinder regelrecht verehren, vor allem, weil er sich nie von seinem Nachthemd trennt....und so ist unsere Vorweihnachtszeit nicht nur besinnlich, sondern auch sehr lustig.... Hier hängen also die Lieblinge an der Pinnwand. Die Kinder haben die Namen zugeordnet, was gar nicht sooo leicht war, denn zuvor musste die Lesekartei gelesen werden...das packen aber schon einige Kinder, worüber ich mich sehr freue.

Auch am Buchstabenweg und im gelben Plan geht vieles gut voran. Da wir derzeit beim Buchstaben Ii sind, habe ich das Ich- Büchlein (auch aus dem Zaubereinmaleins) integriert, was den Kindern gut gefällt. Bedingung beim Ausfüllen ist aber, dass nicht nur gemalt wird. Daran halten sich alle und so bietet das Büchlein wieder eine gute Gelegenheit für das Freie Schreiben. Aber auch das regelgerechte Drucken rückt mehr in den Mittelpunkt. So üben wir jetzt Schleichdiktate, kleine Satzdiktate und das Wörterheft unserer Lernwörter wird immer mehr gefüllt. So, nun genug, denn schließlich ist zweiter Advent, außerdem hat es soooo geschneit und geweht, dass gleich die Schneeschippe zum Einsatz kommt... morgen gibt es mehr, versprochen.

25. November 2012

Vorweihnachtswoche

Jetzt merke ich erstmal, wie lange ich nichts hier geschrieben habe. Aber manchmal gibt es soviel zu berichten und dann hat man Tage, da läuft alles und es passiert nicht soooo viel Neues. Nächste Woche wird jedoch zu einer spannenden Woche für die Kobolde, aber auch für mich. Wir werden an unserer Schule fächerverbindenden Unterricht zum Thema "Weihnachten" durchführen und lösen hierfür die Klassen auf, so dass jahrgangsübergreifendes Lernen möglich ist. Da ich junge, motivierte und mutige Kolleginnen habe, die diese Variante unbedingt wollten, wird die Woche spannend. Aus dem Forum des Zaubereinmaleinses weiß ich, dass diese Form des Lernens schon in einigen Schulen normaler Unterrichtsalltag ist (zumindest in Klassen 1/2)... für uns ist es Neuland. Da ich nur drei Tage an meiner Schule bin, werde ich in eine Helferposition rutschen. Immer zwei Kolleginnen werden für je eine jahrgangsgemischte Gruppe zuständig sein und ich bin mit einer Kollegin zusammen, die ich sehr mag. Ein schlechtes Gewissen habe ich schon, denn sie hat alles vorbereitet und organisiert. Aber ich genieße es auch, mal nicht an vorderer Front zu stehen, werde mich aber tatkräftig einbringen. Am Freitag endet die Woche dann mit einem "Weihnachtstag" an unserer Schule, wo alle Ergebnisse präsentiert werden. Es wird ein Programm geben, Schnitzer und Klöpplerinnen stellen sich vor, Plätzchen u.a. werden verkauft... na eben das gesamte Programm. Am Vormittag backen Eltern mit den Kobolden Plätzchen und darauf freue ich mich sehr. Überhaupt ist die Resonanz der Elternschaft sehr positiv und das genieße ich in diesem Schuljahr in vollen Zügen, da es nicht selbstverständlich ist.
Morgen bereite ich mein "Weihnachtslapbookvorhaben" für meine LAA´s vor. Der Plan ist, dass jede Seminargruppe etwas Weihnachtliches für die jeweils andere Gruppe so aufbereitet, dass dabei gute Ideen für den Sachunterricht vermittelt werden. Da ich verantwortlich für den Anfangsunterricht bin, habe ich lange hin und her überlegt, was meine Seminargruppe dazu machen könnte, bis mir die Idee mit dem Weihnachtslapbook Klasse 1 kam. Da die Lapbookidee noch nicht soooo bekannt ist, hoffe ich auch ein wenig auf den positiven Stauneffekt, den ich auch erlebt habe, als die Idee im o.g. Forum vorgestellt wurde.
Heute habe ich auch begonnen, die ersten Weihnachtssachen herauszukramen. Da ich am Rande des Erzgebirges lebe, in welchem die "Männeln" einfach unbedingt zu Weihnachten gehören, gehört es einfach dazu, jetzt schon "aufzubauen". Diese Tradition liebe ich, wie alle Menschen, die hier leben, sehr.

17. November 2012

An Tagen wie diesen....

....Freitag bekomme ich schlechte Laune, weil ich von den Begleitumständen regelrecht genervt bin. Nach einem schulfreien Tag (wegen Streiks) waren die Kinder gestern völlig durcheinander und dies widerspiegelte sich in fast allen meinen Stunden. Der Förderunterricht in der ersten Stunde lief ruhig und entspannt (hier nehmen nur wenige Kinder teil). Danach begann der Trubel. Zunächst musste ich mit einer Kollegin etwas wirklich wichtiges in der Pause besprechen, wurde aber ständig durch herumbrüllende Kinder unterbrochen, die natürlich sofort merken, dass die Lehrerin die Gedanken woanders hat. So war die eigentliche Frühstückspause eine Meckerpause, aber irgendwie muss nach 9 Wochen Schule auch klar sein, dass die Lehrerin manchmal etwas wichtiges zu tun hat. Hmmm, dann kam zum gefühlten hundersten Mal die Sekretärin und glich mit mir ab, wer das Fotogeld noch nicht bezahlt hat... mir erschließt es sich bis heute nicht, warum dies ständig Klassenleiteraufgaben sind, denn ich denke, dass Geldeinzahlungen auch in einem Schulsekretariat von Eltern getätigt werden können oder der Fotograf selbst das Geld einnimmt. Dann ging es im Galopp zur Vertretungsstunde. Danach war wieder ein Problem zu klären, während das Vorlesekind aus dem Gymnasium (gestern war Vorlesetag) schon vor der Klassenzimmertür lauerte. Die Vorlesezeit war dank der tollen Vorbereitung des Mädchens sehr schön und die Kobolde lauschten gespannt, denn sie lieben Vorlesen über alles. In der Sachunterrichtsstunde mussten zunächst Hausis eingetragen werden. Auch hier habe ich noch keine gelungene Strategie, so dass ich immer umher husche und zeige. Dann arbeiteten alle sehr intensiv in ihren Tagebüchern und ordneten Baum- und Früchtebilder zu. Danach war wieder Action in der Pause...eine Kollegin brauchte meine Muggelsteine, manche Kinder fanden irgendwelche Hefte nicht.... grummel, denn ich musste zu Musik Klasse 4!
Was soll ich sagen? Es folgten noch zwei Arztbesuche, dann fiel ich am Abend geschafft auf einen Stuhl in der Geburtstagsrunde meines Mannes und die Verwandtschaft war ganz erstaunt wie kaputt ich bin so frei nach dem Motto "Mädel, du bist doch aber Lehrerin!". Da fiel mir wirklich nichts mehr ein...

14. November 2012

Zwischenbericht

Da im Moment schulisch sehr viel läuft, komme ich gar nicht so oft dazu, hier zu schreiben. Heute habe ich etwas mehr Zeit und gebe mal einen kleinen Zwischenbericht.
Die Koboldklasse startete entspannt nach 2 Wochen wieder in den Schulbetrieb und es läuft nun die 8. Schulwoche. Viele Kinder beherrschen das silbenweise Lesen, einige lesen sogar schon Wörter und erste Sätze. Trotzdem ist der Unterschied in den Leistungen enorm. Alle Kinder sind ziemlich selbstständig. Arbeiten muss ich dringend an der Ordnung auf den Tischen. Dort sieht es bei den meisten ziemlich chaotisch aus und es nervt mich, wenn ständig Dinge herunter fallen. Aber hier war ich einfach in den letzten Wochen nicht konsequent genug und muss daran arbeiten. Die Freiarbeit läuft richtig gut. Trotzdem werde ich in den nächsten Wochen in der ersten Stunde frontal arbeiten, da hier die Kinder frisch sind und die Aufnahmefähigkeit größer ist. Ich merke einfach, dass man nicht zuviel dem Selbstlauf überlassen darf. So drucken viele Kinder konsequent Blockbuchstaben... ich möchte aber verstärkt große und kleine Buchstaben üben, da unsere Schrift ja nicht nur aus Blockbuchstaben besteht. Durch die offene Arbeit ist die Sozialkompetenz in der Klasse hoch. Es wird sich geholfen, keiner wird ausgegrenzt oder gar ausgelacht. Das macht mich sehr froh, weil ich eine bestimmte Grundharmonie selbst brauche und gern habe. Auch der gelbe Plan wird gut angenommen und durchgeführt. Dass ich keine Fibel mehr nutze, wirkt sich hier positiv aus. Endlich kommen all die schönen Freiarbeitsmaterialien zum Einsatz und nichts schlummert mehr in den Schränken, bis man am Ende des Schuljahres merkt... da war noch was.
Diesen Lautschieber von Susanne nutzte ich auch gern bei meiner letzten Klasse 1.....kann ich nur wärmstens empfehlen.

Auch die Lautsuchbilder werden zur Zeit intensiv während der Planarbeit genutzt. Leider habe ich keine Idee mit den Foliestiften, welche ständig abgewischt werden müssen und dies sich als üble Sauerei herausstellt.

Dieses Material von Susanne lieben die Kinder immer wieder... man sieht, es wird. Trotzdem will ich von den Großbuchstaben allmählich weg.


Regenschirmtanz in Klasse 4- das brauche ich dann aber auch nach vier Stunden Koboldunterricht und liebe es.
 Die Kombination Große und Kleine zu "unterrichten" macht mir nach wie vor Freude. So wie die Kobolde sind auch meine Lehramtsanwärterinnen total nett, aufgeschlossen und neugierig. Da vielleicht auch einige hier mitlesen, möchte ich nochmal Mut machen und bestärken. Die Arbeit als Lehrerin ist toll, aber nicht immer leicht. Deshalb auch "Mut zur Lücke!". Auch mir gelingt nicht alles  immer sooo toll und manchmal zweifele ich sehr an mir und dem was ich tue. Ich denke aber, dass nur das weiterbringt...und natürlich Menschen, die Vorbild (nicht nur beruflich) sind.

 



11. November 2012

Klassentreffen

Gestern war ich zum Klassentreffen meiner ehemaligen "Grundschulklasse". Zur Erklärung muss ich dazu schreiben, dass ich in dieser Klasse fünf Jahre (1971-76) gelernt habe, denn danach gingen ja meine Eltern mit mir ins Ausland.
Deshalb freue ich mich auch immer auf die Treffen, da ich viele gute Kindheitserinnerungen an diese Zeit habe. Diesmal war sogar die Parallelklasse dabei und ich erschrak zunächst über die vielen "unbekannten" Gesichter. Es wurden alle alten Anekdoten aufgewärmt, manche von uns sind bereits Omas oder Opas, über den Beruf wurde gequatscht und natürlich auch über sehr persönliche Dinge wurde gesprochen. Viele haben bereits arge Schicksalsschläge einstecken müssen, manche meiner Klassenkameraden sind leider nicht mehr unter uns und alle waren angesichts der magischen "50" eher nicht erfreut....und hier meine ich nicht nur Frauen. Der Grundtenor war jedoch immer der bessere Umgang mit einem selbst. Das hat mich schon beeindruckt, aber vielleicht nimmt man in meinem Alter auch nicht mehr alles als selbstverständlich hin. Toll fand ich die netten Männerkomplimente, die ich bekam. Auch das ist ja nicht sooo selbstverständlich und es tut dem eigenen Ego sowas von gut, das glaubt man gar nicht. Mein Mann bekam auch ein bisschen Kulleraugen heute morgen, als ich ihm davon erzählte. Aber er hat nächste Woche Klassentreffen und mal sehen, was er so erlebt....

2. November 2012

Jahrtausendpflanzen

Die Herbstferien neigen sich dem Ende zu und immer öfter sitze ich an meinem Schreibtisch und bereite für die Zeit danach vor. Wie alle Berufskollegen wissen, folgt jetzt eine sehr anstrengende Zeit für Kinder und Lehrer bis Weihnachten. Allein schon das Wetter macht manchmal etwas mürbe....
Deshalb versuche ich vorzuarbeiten, um dann etwas Entlastung zu haben. So sitze ich seit gestern über der Vorbereitung eines Wahlpflichtbereiches Klasse 3, der sich "Jahrtausendpflanzen" nennt. Was das für Pflanzen sind, kann man ganz gut rechts nachlesen. Ich selbst finde das Thema sehr spannend und es ist auch nicht das erste Mal, dass ich dieses im Sachunterricht mit Kindern durchführe. Jahrtausendpflanzen finden schon Erwähnung in der Bibel, wie man in dieser Auswahl erkennen kann.




Da die Zwiebel als Jahrtausendpflanze recht gut für Kinder fassbar ist, habe ich bisher diese in den Mittelpunkt des Themas gestellt. Zunächst lernten wir verschiedene Zwiebelsorten kennen und das ist auch für Erwachsene recht interessant. So gehören auch Porree (Lauch), Perlzwiebelchen, Gemüsezwiebeln, Schalotten und viele mehr dazu. Schon allein die Größen-, Form- und Farbunterschiede sind toll. Dann ließ ich in einer Zwiebelkartei lesen und Fragen beantworten, Zwiebelhäutchen wurden mikroskopisch untersucht und skizziert (sehr spannend und anspruchsvoll für Grundschulkinder), ich ließ ein Gedicht "Lob der Zwiebel" als Streichholzschachtelleporello gestalten und eine Rezeptsammlung erstellen....aber bisher war ich auch immer die Deutsch- und Sachunterrichtslehrerin, welches jetzt nicht der Fall ist. Ich habe nur 4 Sachunterrichtsstunden zur Verfügung und kann, auf Grund der Stofffülle, gar nix schieben oder erweitern (wirklich schlimm). Da mir die Lapbookidee sehr gut gefällt, habe ich auch darüber nachgedacht, aber aus Zeitgründen verworfen.
Nun will ich die Eiche als zweite Jahrtausendpflanze hinzunehmen. Da ich ja selbst diese tollen Bäume in Ivenack erlebt habe, ist es mir einfach ein Bedürfnis, das mit den Kindern zu teilen. Außerdem kann ich etwas zur Artenkenntnis machen, denn die ist mehr als schwach ausgeprägt bei vielen Kindern. So habe ich jetzt vor, beide Jahrtausendpflanzen zunächst kennen lernen zu lassen, um dann in den nächsten zwei Stunden die Kenntnisse im Stationenlernen zu festigen.
In meinem Arbeitszimmer sieht es aus wie nach einem Bombeneinschlag...überall liegt oder steht was Schulisches herum.Aber irgendwie brauche ich dieses Chaos, um meine Gedanken ordnen zu können.

 
Da ich merke, dass es Kindern nicht immer leicht fällt, Inhalte von Sachtexten richtig zu erschließen und diese wiederzugeben, nutze ich dieses Eichenpuzzle als Einstieg und lasse in Partnerarbeit Infos auf die laminierten Eichenblätter schreiben. Diese Infos müssen dann kurz mündlich erklärt werden. Danach befestige ich die beschrifteten Blätter an einem Ast, so dass alle noch einmal nachlesen können.

Was mir jedoch immer wieder auffällt, ist der enorme Kraftaufwand, der betrieben werden muss von Grundschullehrern bei der Vor- und Nachbereitung von Unterrichtsstunden. Da wir meist mehr als drei Fächer in unterschiedlichen Klassen unterrichten, ist immer wirklich viel Arbeit nötig und auch ich komme hier oft an meine Grenzen, aber das ist schon wieder ein neues Thema....

31. Oktober 2012

Der gelbe Plan

Gestern war ich in der Schule und bereitete einige Dinge für die nächsten zwei Schulwochen vor. Dabei beschriftete und beklebte ich alle Freiarbeitsmaterialien in den Regalen mit entsprechenden Symbolen des gelben Planes. Ich beschrieb ja hier schon, dass ich das Buch "Individuelles Lernen mit System" sehr überzeugend finde und mich in vielen Dingen danach orientiere. Zum Verständnis hier noch einmal der gelbe Plan (welcher wirklich gelb ist, denn ich kopiere ihn auf gelbes Papier):
Man sieht ja, dass es der erste Plan ist, denn er bezieht sich mit seinen Übungen auf die Lautebene. Ab jetzt tragen die Kinder ihre Lernschritte hier ein. Die Tabelle oben will ich für den Buchstabenweg nutzen. Hat also ein Kind die Hör- bis Tagebuchaufgaben erledigt, kann es den entsprechenden Smiley anmalen/ankreuzen. Dazu habe ich jetzt noch viel mehr Freiarbeitsmaterialien bereitgelegt, die den Buchstabenweg unterstützen werden (Fotos folgen demnächst). Diese sind gelb beklebt mit dem Symbol links oben (ABC). Da wir nicht jeden Tag am Buchstabenweg arbeiten, besteht auch die Möglichkeit mehr in den Arbeitsmaterialien der ABC- Lernlandschaft selbstständig zu werden. So kann nun jedes Kind entscheiden, welche Seiten es im Lauschheft bearbeiten möchte und trägt jetzt die Seiten im Plan ein (dieses ist übrigens fast fertig). Auch das Wörterheft kann immer mehr selbstständig in Angriff genommen werden. Da ich dienstags eine zweite Kollegin in der Klasse habe, übernimmt diese die Arbeit am PC in Kleingruppen. Im Moment nutzen wir die Lernwerkstatt 8, haben aber auch noch andere vielfältige Übungen vor. Das Symbol mit dem Baum ist für Leseübungen gedacht. Auch dieses habe ich in gelb an verschiedenen Arbeitsmitteln angebracht und die Kinder können wählen.
Natürlich haben wir schon einige Buchstaben erlernt, welche jetzt auf dem Plan sofort ausgefüllt werden können. Ich habe den Plan schon vor einiger Zeit entworfen, merkte aber, dass es besser war, langsamer vorzugehen, sonst wären einige Kinder von der Fülle des Materials und der Auswahl überfordert gewesen. Deshalb setze ich den gelben Plan jetzt erst ein. Der zweite Plan wird der orange Plan zur Wortebene sein. Da ich merke, dass einige Kinder jetzt schon lesen, kann es sein, dass ich diesen schon den nächsten Plan vor Weihnachten gebe. Ich hoffe, verständnisvoll geschrieben zu haben, aber viel besser konnten das die Autorinnen des o.g. Buches, welches ich wirklich sehr empfehlen kann.
Eines möchte ich aber nicht verschweigen: Ich arbeite nicht nur so frei. Natürlich gibt es auch Frontalstunden, in denen ich erkläre, zeige und wir gemeinsam üben. Trotzdem bin ich heute mehr denn je überzeugt, dass Kinder nicht im Gleichschritt lernen sollen. Seitdem ich so, wie hier beschrieben arbeite, merke ich, dass Kindern das Lernen mehr Freude bereitet.
Auch wenn heute Feiertag in Sachsen ist, mache ich mich jetzt über die Vorbereitung meiner nächsten LV zur "Leistungsermittlung und Bewertung im Sachunterricht" her. Die Arbeit am Seminar macht mir immer noch große Freude. Vor allem der Wechsel  zwischen Arbeit als Grundschullehrerin und Lehrbeauftragten ist reizvoll.
Diesen schönen Koffer habe ich mir nun gekauft,
da ich wirklich viel zu schleppen habe und zum Seminar mit dem Zug fahre. Über die Zugfahrerei könnte ich Geschichten schreiben, das glaubt man gar nicht. Auf alle Fälle ist jede Fahrt spannend und abwechslungsreich.....

16.57 Uhr- so Schluss für heute- die Lehrveranstaltung ist fertig... ich auch. Meine Freundin schrieb gerade aus Berlin, dass sie im Schokohaus von einer berühmten Sportschokolade ist. Dort labt sie sich gerade an irgendeinem Mousse, lässt die Kinder Schoki herstellen und verpacken und ich bin neidisch!

30. Oktober 2012

Herbstimpressionen

Wir waren für vier Tage in Waren an der Müritz zu einem Erholungsurlaub... fern vom Schulalltag, Natur genießen war das Motto und das geht in Mecklenburg- Vorpommern ausgezeichnet. Ich bin zwar nicht die Superfotografin, aber die Fotos sprechen für sich. Da wir großes Glück mit dem Wetter hatten (es war zwar übelst kalt), konnten wir viel spazieren gehen, waren bei einer Kranichfahrt mit dem Schiff dabei (man sieht am Abend die Kraniche in ihren Nistgebieten landen... ein wahnsinnig schönes Naturschauspiel), schauten uns in aller Ruhe das Müritzeum (ein wunderbares Museum) an und genossen unser süßes kleines Hotel. Dass es am Samstag in Sachsen schneien würde, ahnte niemand. Umso geschockter sahen wir die Fernsehbilder... 20 cm Schnee in einer Nacht!! Nun sind wir wieder in unserer Heimat und spüren frustriert das üble nasskalte Wetter, aber wir sind ja erholt und können uns an unseren netten Erinnerungen laben.

 Diese Eiche ist wirklich tausend Jahre alt und wunderschön.


 

21. Oktober 2012

Ferien

 
Diese 1000 Jahre alten Eichen wachsen übrigens in Ivenack in einem sehr sehenswerten Park....diesen schauen wir uns noch einmal an... einfach wunderbar.

16. Oktober 2012

Eine stolze Koboldlehrerin...

meldet sich mal wieder zu Wort. Heute kamen gleich zwei Kolleginnen zu mir und lobten die Kinder.....also da wächst man ja gleich ein Stück vor Freude!!
Ich staune ja immer wieder, wie schnell Kinder begreifen, sich auf neue Sache einstellen können und wie gut sie lernen, wenn die Bedingungen stimmen. Nein, das soll kein Eigenlob werden, sondern ein Plädoyer für Öffnung von Unterricht. Die Kobolde lernen viel im geöffneten Unterricht und das wirkt sich sehr gut auf die Lernmotivation, auf das Miteinander und auch auf die Lehrer- Kinder- Beziehung aus. Dank meiner lieben Kollegin (Mathe. Reli), die das Konzept voll mitträgt und eigentlich die zweite Klassenlehrerin ist, funktioniert mein Plan, ohne Fibel zu arbeiten, für die Kinder richtig gut. Die ersten Kinder lesen, alle kommen mit den Lautierübungen zurecht, der Buchstabenweg klappt immer besser und keiner muss im Gleichschritt gehen, weil das Material der ABC- Lernlandschaft wunderbar ausgeklügelt ist. Noch wusele ich zwar durch die Klasse, werde aber immer mehr zur Beobachterin, kann wirklich Lernhelferin sein. Die Kopfhörer, die ich mir nach Engelchens Tipp auch zulegte, werden rege genutzt und bringen mehr Ruhe in die Klasse. Ich bin kurz vor den Herbstferien zufrieden, stolz auf die Kobolde und habe das Gefühl, etwas erreicht zu haben.
Deshalb DANKE an alle, die mich ermuntert haben zu diesem Schritt. Ich freue mich jetzt auf Donnerstag, denn da kommt unsere Naturpädagogin und wird mit uns viele Aktionen zum Thema "Bäume" durchführen. Danach will ich versuchen, Susannes Herbstlapbook mit den Kindern umzusetzen... deshalb habe ich mich von der Idee einer "Herbstwerkstatt" verabschiedet (sie liegt schon komplett ausgedruckt vor mir). Die Idee mit dem Lapbook zu arbeiten, gefällt mir jetzt einfach besser. Auch das ist das Tolle jetzt an der Arbeit- ich kann einfach spontan sein und Dinge in den Unterricht einbringen, die ich vorher so vielleicht nicht geplant habe. Das heißt aber nicht, dass ich ohne Plan arbeite...

14. Oktober 2012

Konzertvorfreude

 
Bald....in Leipzig!!!
 
Als dieses Lied in den 80er Jahren auch bei uns ankam, hatte ich meinen ersten riesengroßen Liebeskummer. Umso mehr berührt mich dieser tolle Sänger auch heute noch und ich freue mich, ihn live erleben zu dürfen.... die Spannung steigt.



13. Oktober 2012

Blogs

Ich gebe zu, dass ich die große weite Welt des Internets liebe. Dazu gehören viele Seiten, Blogs, Homepages, welche etwas mit Grundschule zu tun haben. Frau Weh hat auf ihrem Blog wunderbar zusammengefasst, was es derzeit an tollen Grundschulblogs zu entdecken gibt. Deshalb setze ich hier mal einen Link zu ihrem Blog, wo man stöbern und entdecken kann.
Leider vermisse ich den "Pausenengel" mit seinem "Pausenblog" sehr, aber man muss auch akzeptieren, wenn ein Blogschreiber für sich eine neue Entscheidung trifft und den Blog aus dem Netz nimmt (deshalb findet ihr im Moment beide Blogs nicht mehr auf der linken Seite, auch die "Fledermaushöhle" gibt es nicht mehr). Ich kenne das aus eigener Erfahrung und habe dafür großes Verständnis.
PS: Ich sehe bei den Suchbegriffen, dass hier nach den o.g. Blogs gesucht wird. Die Blogs sind gelöscht.

11. Oktober 2012

Zweiter Anlauf

Nun habe ich Zeit und veröffentliche noch einmal die Namen der Materialien und Verlage, welche ich gern und viel im Unterricht der Kobolde einsetze oder einsetzen werde.Beginnen wir mit dem Matobe- Verlag:
Von Valessa Scheufler nutze ich sehr gern:
  • Silben, Silben, Silben (hier kann man wunderbare Hefte erstellen... als Zusatzmaterial, als Differenzierung)
  • Anlaut- und Silbenbox (diese lieben die Kinder, denn man ordnet Bildwörter nach Silben, legt die Buchstabenkönige hinzu und hat noch viele weitere Verwendungsmöglichkeiten... einfach toll)
  • Das Verstecker- und Entdeckerbuch (damit begann die Lapbookarbeit im letzten Schuljahr...ich habe den Kauf nicht bereut)
Marion Weyland hat ebenfalls tolle Materialien veröffentlicht und diese nutze ich:
  • Rund um das Jahr (wird bald genutzt)
  • Bruno zieht sich an (ein süßes Lese- und Legespiel)
  • Buchstabenrucksäcke (damit ergänze ich auf vielfältige Weise immer wieder den Buchstabenweg)
  • Visuelle Wahrnehmung (wird noch genutzt)
  • Winter- Wunder- Weihnachtsheft* (wird noch genutzt)
  • Herbst- Werkstatt
* Dieses Material ist von Valessa und Marion gemeinsam erstellt worden.

Kerstin Breuer ist ebenfalls sehr kreativ und von ihr habe ich:
  • Wir beobachten das Wetter (sehr kindgemäß aufbereitetes Material für Wetterbeobachtungen)
Auch im Hause Niekao gibt es eine Autorin - Brunhilde Sandmann, deren Materialien ich sehr mag und deren Wert groß ist, denn die Kinder arbeiten gern mit ihrem
  • Silbenzug (1,2,3) (zu diesem nutze ich auch die Buchstabenlegekästen und das ist einfach und effektiv)
  • Lesespaß von Anfang an (ist eine Kartei, welche sich sehr gut eignet, wenn man wie ich ohne Fibel arbeitet)
  • Lesen mit Spaß - Tierische Lesegeschichten für den Anfangsunterricht (gerade eben gekauft und heruntergeladen)
Natürlich schreibe ich jetzt nur was ich persönlich toll finde, denn die beiden genannten Verlage haben noch viele tolle weitere Materialien im Angebot. Leider gebe ich seit Jahren kein Mathe mehr und kann dazu deshalb auch nichts empfehlen.

Kürzlich wurde ich nach Kopiervorlagen- Empfehlungen gefragt... Lehrerbände usw.. In Papierform bestelle ich mir kaum noch etwas, habe auch in den Sommerferien rigoros Schränke, Regale entrümpelt und verwende hauptsächlich Materialien in digitaler Form.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich gern (absolut uneigennützig) Werbung für o.g. Materialien mache, weil sie mich in meiner Arbeit sehr unterstützen und damit wertvoll für mich sind. Dankbar bin ich, wenn vielleicht in den Kommentaren Hinweise gegeben werden, welche Materialien von euch genützt werden... vor allem, wenn ihr ,wie ich ,ohne Fibel arbeitet.

6. Oktober 2012

Rund um den Apfel....

...drehte sich alles am Freitag. Die Kobolde hantierten mit Lupe, schnupperten, skizzierten, fühlten und verspeisten am Ende des Tages zwei leckere (von Muttis gebackene) Apfelkuchen. Da ich selbst Sachunterricht sehr liebe, ist es für mich eine Wohltat zu sehen, wie interessiert und wissbegierig Kinder bei Naturphänomenen sind. Warum wird ein Apfel braun, wenn er aufgeschnitten wurde? Warum haben Äpfel nach einiger Zeit eine schrumpelige Haut?... Solche Fragen kommen von den Kindern selbst und sind faszinierend.
Überhaupt muss ich sagen, dass mir der Unterricht bei den Kobolden große Freude bereitet. Ich habe eine Klasse, die sich wenig streitet, überhaupt nicht prügelt und regelrecht lieb miteinander ist. Das ist eine Wohltat, denn ich kenne leider auch anderes.
Das Wuseln innerhalb des Unterrichtes, während der Freiarbeitszeiten, ist etwas weniger geworden....auch eine Wohltat, denn ich kann jetzt in Ruhe helfen, erklären und bin nicht nur auf dem Sprung. Viele Kinder wissen jetzt, was und wie sie arbeiten sollen/wollen. Ich selbst überhäufe auch nicht mehr so mit Materialien und merke, dass die ersten Erfolge kommen. So kann ein Junge wirklich schon lesen. Er zieht die Laute/Silben im Dehnlesen zusammen und merkt selbst, dass er den Sinn versteht. Er bekommt nun gänzlich andere Aufgaben... und jetzt bin ich froh, dass ich auf einen großen Materialfundus zurückgreifen kann (hier ein Danke an alle Autoren dieser Materialien- Marion Weyland, Valessa Scheufler, Brunhilde Sanmann und Kerstin Breuer, deren Materialien ich von Niekao und Matobe zusätzlich nutze)*. Auch dass ich nicht mit Fibel arbeite, stellt sich las sehr positiv für mich heraus. Ich habe mehr Freiraum und durch die Arbeit mit Anlauttabelle, Silben, Buchstabenkönige usw. stellt sich der Erfolg des Lesens schneller ein (oben beschriebener Junge konnte nicht lesen, als er in die Schule kam).
Schwierig für die Kinder und meine nette Mathekollegin ist meine Abwesenheit an zwei Tagen in der Schule. Dadurch ballen sich die Stunden und die Klassenlehrerin fehlt eben. Meine Kollegin hat ja selbst eine Klasse und kümmert sich trotzdem super um die Kobolde. Ich bin ihr dafür sehr dankbar, denn nicht alles ist selbstverständlich in einem äußerst zugeballerten Schulalltag.
Die Arbeit mit den Lehramtsanwärtern macht mir sehr große Freude und ich möchte dies nicht missen. Trotzdem habe ich den Kindern gegenüber manchmal ein schlechtes Gewissen.
Gestern hatte ich während der Apfelstunden ein schönes Erlebnis.Ich saß an einem Vierertisch, wo anfangs laut geschwatzt wurde, statt zu arbeiten...es folgte ein Gespräch.
ich: Wenn ihr nicht arbeitet, muss ich euch die Hasenohren lang ziehen.
Kind: Aber wir sind doch gar keine Hasen.
ich: Ihr seid schon meine Hasen.
anderes Kind: Und wer bist dann du?
wieder anderes Kind: Du bist unser schlauer Fuchs.

Zurück zum Apfel- ich habe einen Apfellegekreis gestaltet, den wir gestern intensiv nutzten. Die Kinder lieben diese Legekreise sehr, denn man kann viel dazu sprechen, verändern, wieder richtig legen und sie sind sehr anschaulich. Solche Legekreise findet man im Zaubereinmaleins und auf diversen Blogs bzw. Internetseiten. Meinen Legekreis habe ich im Schnullikram hinterlegt und noch einmal abgeändert, da der Begriff "Apfelgehäuse" nicht treffend ist.


Fotos gibt es heute keine, denn meine Kamera spinnt etwas und ich bin mit der Qualität der Bilder nicht sehr zufrieden.

* Bei Interesse kann ich gern hier mal die Materialien der genannten Autorinnen aufschreiben, die ich intensiv nutze. Vielleicht hilft das ja manch einem weiter.

26. September 2012

Herbstfreude 1-2-3

Hier bei uns in Sachsen zeigt sich der Herbst zur Zeit in voller Pracht. Da ich gestern nach der Schule schnell auf die Autobahn musste, eine gefühlte Ewigkeit dann in einer Arbeitsgruppe verbrachte, bekam ich von dem tollen Wetter nur wenig mit. Heute war ich nun in einer tollen Schule, sah dort mit Freude (1) prima Unterricht und belohnte mich( das mache ich ganz gern mit mir) danach mit diesem schönen Herbstgesteck. (Freude 2)
Nun war ich vorhin mit meinem Mann noch gemütlich spazieren und sammelte, wie in Kindertagen, Kastanien. Diese üben auf mich immer wieder eine hohe Anziehungskraft aus und ich muss sie einfach aufheben, wenn ich welche sehe.
Da ich letzte Woche doch recht unzufrieden mit mir selbst war, habe ich versucht, mehr klare Strukturen in meinen Unterricht zu bringen, einiges wegzulassen und an manchen Stellen stärker anzuleiten. Eigentlich ist die Anleiterei nicht so meine Sache, weil sie viel mit gleichschrittigem Lernen zu tun hat. Aber ich merkte, dass manche Kinder besser folgen konnten, mehr Ruhe einzog und dies letztendlich für alle mehr Freude am Lernen bedeutete. Morgen widmen wir uns dem Buchstabenweg zum "Ll". Die Schritte kennen die Kinder jetzt und ich werde wieder "loslassen". Diesmal schare ich aber eine Gruppe von Kindern um mich, bei denen ich denke, dass sie genau gezeigt bekommen müssen, was sie wie lernen können. Ich denke, das wird klappen. Außerdem habe ich nach Pausenengels Bericht (diese Idee ist also nicht von mir) begonnen, kleine Leseteppiche zu gestalten.

Engelchen hat den Nutzen und die Methode dazu gut beschrieben.Die Leseteppiche setze ich nach und nach ein, denn das Lesen will ich regelmäßig trainieren. Bei Niekao habe ich mir den "Silbenzug" in allen Varianten gekauft und will auch diesen in den nächsten Tagen, kombiniert mit unseren Buchstabenlegekästen, einsetzen.

Tja, das war dann vorhin meine Herbstfreude 3:
 Mein Mann hat lecker gekocht. Da wir einfach nicht den Urlaubsspeck von den Rippen bekommen, verzichten wir zur Zeit auf Kohlenhydrate. Hmmm, der Rotwein ist zwar auch nicht gerade kalorienarm, aber der musste heute sein...Freude ?!


21. September 2012

Unzufriedenheit

Heute war ich ziemlich unzufrieden mit der Arbeit am Lernweg. Irgendwie hatte ich das Gefühl... Jeder macht was er will, keiner macht was er soll und alle machen mit. Naja, ganz so war es nicht, aber so richtig fleißig gearbeitet haben manche meiner Schulkinder heute nicht. Für mich ist es noch schwierig, alles so richtig loszulassen. Ich denke, manche Kinder brauchen eine stärkere Anleitung, manche kommen mit dem Loslassen gut zurecht... und dann der wirklich nicht gerade leise Geräuschepegel, welcher mich selbst absolut nervt. Der Lautstärkeanzeiger ist fast ständig auf gelb/rot gestellt. Kaum wende ich meinen Po, fangen einige an zu kaspern, andere wissen nicht so richtig was sie tun sollen und fragen ständig nach .....die nächsten fühlen sich vom Lärm gestört und können sich schlecht konzentrieren. Und ich habe Angst, dass nicht alle  Kinder wirklich begreifen, wie das Lernen funktioniert. Irgendwie beschlich mich das Gefühl, plötzlich Beschäftigungstherapie zu betreiben...und das macht mich gar nicht glücklich. Im Sachunterricht besprachen wir dann noch einmal die Regeln, auch den Unterschied zwischen Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit. Wichtig ist mir auch, dass es für ständig nicht richtig eingehaltene Regeln Konsequenzen gibt....der "Zeiträuber" zieht bei manchen Kindern leider nur bedingt. Was mir ebenfalls nicht gefällt, ist das alleinige Drucken der Buchstaben. In manchen Heften sieht es ziemlich wüst aus und die Liniatur wird so gar nicht beachtet. Dazu muss ich schreiben, dass ich Formati- Hefte nutze, deren Anfangsliniatur sehr einfach gestaltet ist, also meinte ich dort, keine Probleme zu sehen. Hmm, vielleicht will ich auch zuviel auf einmal. Trotzdem bin ich heute enttäuscht nach Hause gefahren und frage mich gerade, ob Nutzen und Zeitaufwand in Relation stehen.
Ich hoffe, die Leser dieses Beitrages verstehen mein Nachdenken nicht falsch, aber man muss als Lehrerin auch zweifeln können und manches infrage stellen dürfen, sonst ist man meiner Meinung nach nicht ehrlich zu sich selbst. Ihr seht also, es ist bei mir auch nicht nur alles heile und gelungene Schul"welt".
 

20. September 2012

Lernwege....

gibt es bekanntlich viele, aber unserer führt uns seit dieser Woche zum Buchstaben......

                                                                               "E e"
Auf unserem Buchstabentisch tümmelten sich heute lauter tolle Dinge mit "E e" und wurden sortiert, gesprochen und wieder sortiert. Dann arbeiteten die Kinder am Lernweg dazu und ich konnte mit viel Freude beobachten, helfen, schwitzen, fummeln, erklären- ihr wisst schon was Einserlehrer halt so tun. 

Und so sieht der Lernweg im Moment aus:

Über dem Lernweg befinden sich die Aufgaben, die alle Kinder möglichst  schaffen sollten. Darunter habe ich Wahlaufgaben angebracht, werde diese aber nach und nach noch etwas ergänzen. Heute arbeiteten viele in ihren "Ee Büchlein", manche Kinder gestalteten eine Tagebuchseite, wieder andere druckten an der Tafel oder in den Sand. Die Fühlstation ist immer sehr beliebt, aber auch relativ schnell erledigt- leider... Hier werde ich wohl öfter beobachten müssen, denn einige Kinder schlunzen gern in die Fühlsäckchen und dann ist der Effekt verpufft. Aber ich bin sehr stolz auf die Kobolde, denn die Ergebnisse können sich doch schon sehen lassen!



So sieht diese Seite im Tagebuch eines Mädchens schon ganz toll aus. Die "Ee´s" sind zwar noch nicht ganz richtig herum gestempelt, aber das stört mich jetzt überhaupt nicht. Die Palme unter unserem Elefanten- E ist doch absolut klasse.






                                   

Und das ist doch der absolute Hammer---->
Man glaubt gar nicht, dass dieser Junge erst in der dritten Schulwoche zur Schule geht. Er hat das Prinzip des Anlautierens mit der Anlauttabelle sehr gut verstanden und umgesetzt. Ich freue mich sehr!!!

Was mir jedoch auffällt ist der andauernde immer lauter werdende Geräuschepegel bei der Arbeit. Denn natürlich will ich auch nicht verschweigen, dass es Kinder gibt, die nicht immer wissen, was sie tun sollen oder sich ewig an der gleichen Übung aufhalten (Häufchenbau aus Sand ist da z. B. superspannend). Dann kommt es schon zu Ermahnungen und einige Kinder werden von ihrer konzentrierten Arbeit stark abgelenkt. Deshalb dachte ich heute über die Anschaffung von Lärmschutzkopfhörern nach. Diese Idee habe ich aus dem Zaubereinmaleinsforum. Leider sind die Teile wohl ziemlich teuer in ihrer Anschaffung. Aber ich gebe nicht auf, wenngleich mir heute die SL sagte, sie könne sich das gar nicht vorstellen- hmmm ich schon!!!

18. September 2012

Überraschungsbesuch

Heute überraschte mich ein ehemaliger Schüler meiner letzten Klasse, der mir immer sehr am Herzen lag, aber eben auch ein Junge ist, der oft zu kämpfen hatte (manchmal auch mit mir). Ich habe mich unwahrscheinlich gefreut, dass er ausgerechnet nach seinem Unterricht noch einmal zu mir in die Grundschule kam. Er erzählte von den großen und kleinen Dingen des Schulalltags in seiner 5. Klasse. "Frau Arnie, die Lehrer schreien, weil sie nur Stress mit den Großen haben."- waren zunächst seine Worte. Auch dass es in der Grundschule freundlicher  untereinander zugegangen wäre- sein Freund würde jetzt von den Großen als "fettes Sch...." bezeichnet werden und alles gehe sehr schnell im Unterricht voran. Vor allem die Schreiberei sei eine Last, da er sehr langsam sei und kaum hinterher käme. Ich spitzte meine Ohren und war ein wenig traurig, dass ein Kind nach noch nicht einmal 3 Schulwochen so über seine Schulzeit erzählen muss. Nun weiß ich durch meinen Mann, der ja auch in der Oberstufe arbeitet, dass die Eingewöhnung für die Fünfer genauso schwer ist wie für unsere Kleinen in Klasse 1. Mein Schüler tut mir etwas Leid, da ich weiß, wie schwer er es mitunter mit den Abläufen bei uns hatte und nun noch mehr "Kämpfe" bestehen muss.  Als ich ihm sagte, dass ich ihn vermisse und oft an ihn denke, war er ganz gerührt und meinte, er vermisse mich auch und wünsche sich die Zeit zurück mit uns. Ach Mensch..... 

17. September 2012

Elternabend

Heute ist nun der erste Elternabend der Koboldklasse. Allein der Riesenstapel an Zettel, Formularen und Informationsmaterialien lässt mich den Kopf schütteln....Hausordnung, Werkraumordnung, Sportinformationen, Wer darf allein nach Hause gehen- Zettel...mir graut es. Vor allem wäre mir wichtig, manche Methoden, Lernschritte genauer zu erläutern, aber bei den vielen organisatorischen Dingen wird wohl wenig Zeit dafür bleiben. Dann müssen auch noch die Elternsprecher gewählt werden. Tja und die Eltern kommen ja auch von Arbeit und wollen sicher nicht 2 Stunden auf den Ministühlen verharren. Deshalb habe ich mir heute ein strenges Zeitlimit verordnet: max. 1 1/2 Stunden darf der Elternabend dauern. Anschließend wollen unsere Horte auch kurz informieren und übertreiben will ich in diesem Schuljahr echt nicht!!!
 
18.9.12- Kurze Nachlese: Ja, ich habe es geschafft, den Elternabend zeitgetreu zu beenden. Es war eine nette Stimmung im Raum und trotz vieler Zettel und Infos, konnte ich meine methodischen Abläufe gut erklären. UND- heute kamen fast alle Kinder allein in das Klassenzimmer, darüber freue ich mich sehr, denn die Eltern haben meinen Hinweis diesbezüglich ernst genommen. Alle haben ausgepackt, sich entspannt auf die erste Stunde eingestellt....es wird!

14. September 2012

Dooooose

Heute möchte ich kurz über die bisherige Koboldzeit berichten, denn immerhin sind zwei aktive Lernwochen ins Land gegangen. Da ich erstmals keine Fibel nutze, fällt mir die Planung gar nicht so leicht und mancher Schultag ist wie eine Wundertüte, man weiß nicht immer, wie weit man kommt. Jetzt sind aber schon erste Strukturen da und die Kinder werden immer mehr richtige kleine Schüler. Fast jeder meldet sich, mein Name wird nicht ständig gerufen und das Schönste am Tag sind die Pausen!!
Nachdem wir jetzt viele Anlautübungen, Silbenübungen und Wahrnehmungsübungen durchgeführt haben,war heute Freiarbeit angesagt und damit die Einführung einiger Materialien. Diese will ich nach und nach einführen, manchmal mit allen Kindern, manchmal nur mit einigen, damit jene dann anderen zeigen können, wie es funktioniert. Da ich gern das Prinzip des individuellen Lernens nutzen möchte, versuche ich jetzt täglich verschiedene Freiarbeitsmaterialien einzubauen. Durch die Vorschule sind die Kinder schon an Partner- und Gruppenarbeit gewöhnt. Was einigen heute zu schaffen machte, war der höhere Lärmpegel. Hier muss ich handeln und werde mir diesen Lautstärkeanzeiger aus Marions Kruschkiste basteln. Auf alle Fälle arbeiteten alle Kinder wie wild und die Koboldlehrerin war glücklich, weil wirklich gearbeitet wurde. Danach nutzten wir das Wörterheft der ABC- Lernlandschaft und druckten die ersten Wörter mit der Anlauttabelle. Die Verfahrensweise hatte ich erklärt und einige Wörter druckten wir gestern schon gemeinsam. Leider muss ich kritisch feststellen, dass sehr schwere Wörter gleich zu Beginn im Wörterheft zu drucken sind... KERZE, HASE, PIRAT... mir wären einfache lautgetreue Wörter lieber wie OMA, MAMA, LOS...aber es ging trotzdem ganz gut voran. Der absolute Erfolg stellte sich dann auch bei drei Kindern ein, die allein das Wort DOSE druckten. Ja, da hüpft das Grundschullehrerinnenherz erstmal höher. Trotzdem merke ich, dass noch nicht alle Kinder das Anlautprinzip komplett verstanden haben, aber wir haben auch erst die 2. Schulwoche hinter uns.
Gestern blieb ich lange nach dem Unterricht in meinem Klassenzimmer, um den Lernweg der Buchstaben zu komplementieren. Auf Grund einiger  hierzu beschriebener Erfahrungen in meinen Lieblingsblogs, habe ich manche Idee weiter ausgebaut, manches aber auch verworfen. Dazu schreibe ich dann aber mehr in der nächsten Woche. Das "E" wird unser erster Buchstabe auf dem Lernweg sein. Nächste Woche ist dann endlich auch der erste Elternabend. Hier werde ich bestimmte Dinge erklären, da ich glaube, dass  manches bei den Eltern sonst auf Verwirrung stößt.
Nun ein paar Fotos von heute:
Dieses Material lieben die Kinder sehr. Hier sieht man auch, wie flexibel sie sind und wie sie sich schnell auf Neues einlassen können, denn die Anlautbilder sind völlig andere, als unsere.
Diese Kinder bearbeiten noch Übungen aus unserem Vorschulheft. Dieses kann ich wärmstens empfehlen (HIER ich nutze das grüne Heft), denn man kann es wunderbar auch für Wahrnehmungsübungen in den ersten Wochen weiter nutzen und spart Kopien.
Der Anlautkoffer ist heiß begehrt. Ab nächste Woche lasse ich die Buchstaben mit dazu legen und die Buchstabenkönige in den Silbenbögen. Dieses Material kann ich absolut empfehlen....man erhält es bei hier.
Hier ordnen die Kinder zunächst den Bildern die Buchstaben zu. Ich nutze diese Übung erst einmal, um die Orientierung auf der Anlauttabelle zu sichern. Das Drucken in der Zeile war für mich nebensächlich. Tatsächlich las aber auch ein Kind schon von ganz allein "WURM".
Auch dieses Anlautdomino wurde mit Freude und viel Akribi gelegt. Gestolpert wurde bei "Yak". Die deutsche Sprache ist aber auch teuflisch mit dem Y. Eigentlich gibt es ja kaum Wörter damit....
Dieses Puzzlespiel hat mir eine Kollegin geliehen. Auch heute ein Renner, denn einige Kinder kannten es zum Teil aus dem Kindergarten. Die Kleinbuchstaben gibt es auch dazu.

12. September 2012

Chaosqueen

 Gestern war ich die Chaosqueen der Schule. Dadurch ich montags nicht in meiner Schule bin, komme ich derzeit total durcheinander. Für mich war eben gestern Montag und so verlief auch der Tag. Mal davon abgesehen, dass die Leitung einer ersten Klasse wirklich anstrengend ist, war ich gestern dermaßen durcheinander, dass ich viel verwechselte und vergaß. Vielleicht war es auch die Hitze... jedenfalls vergaß ich am Ende des Schultages noch die Werkengruppen einzuteilen für den Mittwoch. Wie gesagt, für mich war ja Montag und ich sagte mir... haste noch Zeit bis morgen mit der Einteilerei. Meine Kollegin machte mich liebenswürdig darauf aufmerksam, dass doch schon Dienstag sei. Ach du meine Güte! Die Kinder waren weg, die Werkenlehrerin schaute auch nicht gerade glücklich und so wuselte ich in unsere Horte und telefonierte eifrig. Unsere Erzieherinnen sind absolut nett und flexibel. Sie schrieben jedem Kind noch ein Textlein ins Heft und auch die Eltern am Telefon waren sehr nett. Aber Mensch, 2. Schulwoche... soooo durcheinander kann man doch gar nicht sein. Deshalb las ich heute mit Freude in einem meiner Lieblingsblogs von ähnlichen "Ereignissen" und war gleich etwas beruhigt. Wir sind halt alle nur Menschen und machen Fehler...mal sehen, was ich morgen vergesse.

Was mich z.Z. immer erheitert, sind die Suchbegriffe hier in meinem Blog, die ich einsehen kann. Kürzlich suchte jemand nach "Arnie- der Kobold". Leider bin ich keiner, denn sonst wäre ich sicher nicht so durcheinander. Was ebenfalls immer wieder gesucht wird sind "Gummistiefel". Ich weiß nicht warum, aber dieser Begriff taucht regelmäßig in allen Varianten hier auf.Aber Gott sei dank waren noch keine "strammen Schenkel" dabei wie bei Frau Weh.

10. September 2012

Hochgefühl

Wenn man im Leben meint, etwas richtig gemacht zu haben, dann fühlt man sich so, wie ich mich heute fühle, nämlich GUT!!!
Im Moment spüre ichl, dass alles, was ich bisher in meinem Berufsleben gemeistert habe, jetzt zugute kommt. Junge freundliche Frauen saßen erwartungsfroh im Lehrerseminar vor mir. Das Begrüßungsspiel lief schonmal gut und auch der Rest des Seminars war angenehm. Das Gefühl, auf wissbegierige, wollende Junglehrerinnen zu treffen, war einfach klasse. So fuhr ich mit einem Hochgefühl nach Hause, wo der Mann schon voller Neugier wartete. Ihm ging es heute ähnlich mit dem Gefühl, alles richtig gemacht zu haben wie mir. Er arbeitet seit diesem Schuljahr für 10 Stunden als Sportlehrer in einer Blindenschule, da es in Sachsen zuviele Gymnasiallehrer gibt. Die restlichen Stunden hält er in seinem Gymnasium. Auch mein Mann war voller Freude, da er zum einen tolle Kolleginnen in der Blindenschule hat, die ihm absolut hilfreich zur Seite stehen, aber auch, weil er merkte, mit welcher Freude die Blinden Sport betreiben, so, wie sie es eben können (wozu behinderte Menschen sportlich in der Lage sind, haben die Paralympics gezeigt). Er hat absoluten Respekt vor der Leistung dieser Kinder, aber auch vor der Leistung der Sonderpädagogen und deshalb hatte er ein ähnliches Hochgefühl wie ich. Darauf stoßen wir jetzt mal mit nem "Hugo" an, den uns meine Freundin kürzlich zum Grillen mitbrachte. Ich war lange nicht so glücklich (beruflich) wie heute.

9. September 2012

Aufregung

Morgen ist es nun endlich soweit. Ich halte mein erstes Seminar und bin ganz schön aufgeregt. Eine nette Kollegin gab mir einen Stoffverteilungsplan für die Fachdidaktik Sachunterricht, welchen wir morgen dann aber gemeinsam abgleichen wollen. Trotzdem half der Plan erstmal, das erste Seminar vorzubereiten "Charakterisierung eines modernen Sachunterrichtes". Ich gebe zu... klingt nicht soooo spannend für jemanden der motiviert, gut ausgebildet und jung vom theoretischen Studium kommt, aber ich versuche sehr viele praktische Inhalte einfließen zu lassen und damit die Sache spannend zu gestalten.

Starten werde ich so, wie bei den Kobolden in der ersten Sachunterrichtsstunde:

Alle stehen im Stirnkreis- ich spreche und zeige, die Kinder/LAA´s machen mit.
 
Guten Tag
 
Wir sagen "Guten Tag" zur Erde. (dazu kräftig mit den Füßen stampfen)
Wir sagen "Guten Tag" zu den Wolken. ( auf die Zehenspitzen stellen und weit nach oben fassen)
Wir sagen "Guten Tag" zur Luft. (tief ein- und ausatmen)
Wir sagen "Guten Tag" zur Sonne. (nach oben winken)
Wir sagen "Guten Tag" zu den Pflanzen. (in die Hocke gehen)
Wir sagen "Guten Tag" zu den Tieren. (ein Tier imitieren)
Wir sagen "Guten Tag" zu unseren Mitmenschen. ( Mitspieler geben sich reihum die Hand und begrüßen sich).

Hmmm, nun hoffe ich sehr, dass sich die jungen Frauen darauf einlassen, aber ich habe diese Übung auch gern in der Lehrerfortbildung durchgeführt und es kam gut an. Außerdem bin ich grundsätzlich der Meinung, dass man als Grundschullehrerin vieles probiert haben muss, was man von Kindern später abverlangt.
Nun liegen 10 von mir zusammengestellte Mappen mit Informationen zum Fachlehrplan Sachunterricht vor mir, kleine Begrüßungsgeschenke, mein neues Glücksbringerschlüsselband und ...(an denen konnte ich nicht vorbeigehen) bunte Monsterstempelchen.


Jetzt mache ich mich über die Vorbereitung der 6 Dienstagstunden. Da ich auch Sachunterricht in Klasse 3 habe und das Thema "Kartoffel" ansteht, habe ich mächtig viel zu tun, neben den Einservorbereitungen. Ganz neidisch habe ich heute hier ein Foto von einem Kartoffellapbook gesehen, aber das schaffe ich diesmal nicht. Ich werde aber Annas Kartoffelideen mopsen, die mir überaus gefallen (das Lapbook natürlich auch... aber die Zeit!!). Nun drückt alle die Daumen, dass morgen alles gelingt!

5. September 2012

Start

Heute ein kleiner Zwischenbericht über die ersten Arbeitstage:
Wenn man wie ich aus einer vierten Klasse als Klassenlehrerin kommt und eine erste Klasse übernimmt, dann ist das schon eine große Umstellung. So war auch der Montag, trotz stark verkürzter Stundenzahl, recht turbulent für Kinder und Lehrerin. Da ich schon einige Jahre Lehrerin bin, weiß ich aus der Erfahrung, dass man sich für den Beginn nie zuviel vornehmen sollte, denn es kommt vieles anders, als man denkt. So war es auch diesmal...Nach Begrüßung und Spiel wurden zunächst die Ranzen geleert, denn die meisten Arbeitshefte und Bücher bleiben in einem Stehordner in der Schule. So wuselte ich also durch die Klasse, räumte hier, räumte da... die Tagebücher wurden beklebt, Zuckertüten ausgeschnitten und bemalt,Glucksi entschlüpfte seinem Koffer und ließ die Kinder die Olchis kennenlernen, aus dem "Olchibuch" wurde anschließend vorgelesen (sofort der absolute Renner bei den Kindern) und dann war auch schon fast alles vorbei...die Lehrerin hatte die berühmten Schweißränder, die Kinder waren der Meinung üüüüberhaupt nichts gelernt zu haben....hmmmm.
Danach ging es schnell auf die Autobahn und nach einer entnervenden Parkplatzsuche das erste Mal zur großen Dienstberatung in das Lehrerseminar. Dieses ist wunderbar zentral gelegen und absolut modern und neu eingerichtet. Als ich 19.00 Uhr nach Hause kam war ich ziemlich fertig, aber auch glücklich, denn diese neue Aufgabe wird mir mit Sicherheit Freude bereiten. Ich habe nette Kolleginnen an meiner Seite, die ihre Erfahrungen mit mir Neuling teilen (was nicht selbstverständlich ist) und da ich schon lange als Fachberaterin bzw. Fortbildnerin gearbeitet habe, wird mir die Arbeit mit den Lehramtsanwärterinnen hoffentlich nicht so schwer fallen. Das erste Seminar startet am kommenden Montag und nun raucht gleich mein Kopf, denn dieses soll gut gelingen. Im Moment denke ich über einen tollen Einstieg nach.
Gestern starteten wir in der Koboldklasse mit der ersten Strophe unseres Buchstabenraps. Hier stehen zunächst die Vokale im Mittelpunkt... die Buchstabenkönige. Das war für viele Kinder schon cooler als die Dinge des Vortages. Ich habe mir vorgenommen zunächst viele Übungen zur Anlauttabelle (von Susanne) durchzuführen und will dabei verstärkt mit dem Lauschheft (ABC- Lernlandschaft) arbeiten. Nach und nach führe ich Übungen zur Freiarbeit ein, damit die Kinder schnell selbstständig arbeiten können, sollen und vor allem wollen. Nach vier Unterrichsstunden waren die meisten gestern ganz schön k.o., aber diese enorme Umstellung von Kindergarten- zum Schulkind ist auch sehr anstrengend und bedeutet für viele Kinder eine große Umstellung.

2. September 2012

Schulanfang

Gestern war nun der große Tag für alle Schulanfänger. Zur Erklärung muss ich vielleicht schreiben, dass bei uns immer samstags die große Feier ist, wo jedes Kind seine Zuckertüte erhält und feierlich in die Grundschule aufgenommen wird. Auch in den Familien wird danach ordentlich gefeiert. Am Montag beginnt der normale Schulalltag... zunächst mit stark verkürztem Stundenplan für die Kleinen. In der 2.Schulwoche werden die Kinder dann nach normalem Stundenplan unterrichtet.
Und nun kamen gestern alle "Kobolde" schick angezogen, neugierig und sehr aufgeregt zu mir ins Klassenzimmer. Dort lagen einige Hefte, das Mathematikbuch und eine Minizuckertüte bereit, welche wir flugs in die Ranzen räumten und eigentlich dann in Windeseile zum Fotografen liefen. Fast jede Sekunde wird ja heutzutage im Leben eines Kindes festgehalten, was ich einerseits sehr schön finde, vor allem wenn ich an das Babyalter denke, wo sich Kinder recht schnell verändern....andererseits ist es für mich eben etwas gewöhnungsbedürftig, wenn manche Kinder schon wie Models posieren müssen. Aber ich bin in manchen Dingen vielleicht etwas konservativ. Danach wurden wir an der Schule mit Kleinbussen abgeholt, welche uns zum Veranstaltungsort fuhren. Nach einem festlichen Einmarsch (danach weiß man, wie sich die Stars nach einem Auftritt auf dem roten Teppich fühlen müssen), wurde das Programm von unseren dritten Klassen aufgeführt. Auch wenn ich im Vorfeld nur für das Einstudieren der Lieder verantwortlich war, fieberte ich doch sehr mit, dass alles klappt. Das Festprogramm wird schon am Ende des alten Schuljahres wie verrückt geprobt und ist immer mit viel Arbeit verbunden. Auch in diesem Jahr liefen unsere "Großen" zur Hochform auf und ich schwärme heute noch von den tollen Leistungen. Die Koboldkinder saßen mit Kulleraugen auf ihren Plätzen und staunten. Nach einer Rede bekamen nun alle Kinder ihre Zuckertüte auf der Bühne des Festsaales. Ich staune immer noch über die Kreativität der meisten Eltern, denn die meisten Tüten waren selbst hergestellt... regelrechte Meisterwerke!! Nach der Feier wurde gratuliert, wieder fotografiert und allen Lehrerinnen fielen Steine vom Herzen, weil wirklich alles reibungslos lief. Auch das ist etwas, worüber ich mich sehr freuen kann, denn jede Kollegin sieht wirklich wo man zugreifen kann, helfen muss... ich kann sagen, wir sind ein tolles Lehrerteam.
Nun sitze ich schon wieder über irgendwelchen Plänen, die ich aber jetzt abschließe. Morgen geht es ausnahmsweise in die Schule, denn eigentlich ist der Montag Ausbildungstag für die Studenten. Den Montag dafür zu wählen halte ich nicht für glücklich, aber naja...Nach drei Koboldstunden fahre ich dann zu einer mehrstündigen Dienstberatung in die Ausbildungsstätte, so dass ich morgen eigentlich auch sowas wie "Schulanfang" habe. Tja, fehlt bloß noch die Zuckertüte!!