12. Juni 2012

Wechseljahr

Nun gehe ich zwar altersmäßig auf die 50 zu, habe aber immerhin noch drei Jahre Zeit. Trotzdem leide ich derzeit an Hitzewallungen, Gefühlsschwankungen und habe Tage, wo ich mich freue und andere, wo ich den Kopf schüttele und mich frage, was ich da eigentlich tue.
Nein, ich rede nicht vom eigenen Klimakterium, sondern davon, wie es ist, eine vierte Klasse zu führen, aber fast zeitgleich schon die Vorschüler zu haben... dem berühmten "Wechseljahr". Heute morgen sauste ich wie ein Ufo durch die Klasse, hielt Hände beim Schneiden, wischte ein Pullerpfützlein unter dem Stuhl weg, lobte in einem fort und bekam gesagt, dass ich schöne gelbe Schuhe hätte.
Dann der krasse Wechsel... die Großen kommen herein, manche murmeln ein leises "Hallo", fragen "Was mach mern heute?" und lächeln über die Werke der Kleinen, die noch auf den Bänken liegen. Nun möchte ich nicht behaupten, dass meine Schüler nicht motiviert waren in den letzten Schuljahren, aber immer wieder mache ich die Erfahrung, dass die letzten Wochen vor den Ferien mit Vierern nicht immer soooo toll sind. Die Lapbookarbeit macht ihnen Spaß, weil es nicht wie Lernen ist (übrigens Originalton). Aber wir haben immerhin noch 5 Wochen Schule vor uns und da kann ich nicht nur Wundertüten im Unterricht zaubern.
Wie zum Beispiel die Abschlusszeitung aussehen wird, weiß ich nicht so genau, denn es gibt tatsächlich "Redakteure" in meiner Klasse, die seit 4 Wochen in unseren Redaktionsstunden ein Deckblatt entwerfen... das Blatt ist dann in der Folgewoche weg und es wird wieder neu entworfen. Über solche Sachen ärgere ich mich übelst. Andere Kinder schreiben dagegen superschöne Berichte....Tja, da bin ich dann wieder beim zweiten Satz meines Posts von heute!!!

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