5. September 2012

Start

Heute ein kleiner Zwischenbericht über die ersten Arbeitstage:
Wenn man wie ich aus einer vierten Klasse als Klassenlehrerin kommt und eine erste Klasse übernimmt, dann ist das schon eine große Umstellung. So war auch der Montag, trotz stark verkürzter Stundenzahl, recht turbulent für Kinder und Lehrerin. Da ich schon einige Jahre Lehrerin bin, weiß ich aus der Erfahrung, dass man sich für den Beginn nie zuviel vornehmen sollte, denn es kommt vieles anders, als man denkt. So war es auch diesmal...Nach Begrüßung und Spiel wurden zunächst die Ranzen geleert, denn die meisten Arbeitshefte und Bücher bleiben in einem Stehordner in der Schule. So wuselte ich also durch die Klasse, räumte hier, räumte da... die Tagebücher wurden beklebt, Zuckertüten ausgeschnitten und bemalt,Glucksi entschlüpfte seinem Koffer und ließ die Kinder die Olchis kennenlernen, aus dem "Olchibuch" wurde anschließend vorgelesen (sofort der absolute Renner bei den Kindern) und dann war auch schon fast alles vorbei...die Lehrerin hatte die berühmten Schweißränder, die Kinder waren der Meinung üüüüberhaupt nichts gelernt zu haben....hmmmm.
Danach ging es schnell auf die Autobahn und nach einer entnervenden Parkplatzsuche das erste Mal zur großen Dienstberatung in das Lehrerseminar. Dieses ist wunderbar zentral gelegen und absolut modern und neu eingerichtet. Als ich 19.00 Uhr nach Hause kam war ich ziemlich fertig, aber auch glücklich, denn diese neue Aufgabe wird mir mit Sicherheit Freude bereiten. Ich habe nette Kolleginnen an meiner Seite, die ihre Erfahrungen mit mir Neuling teilen (was nicht selbstverständlich ist) und da ich schon lange als Fachberaterin bzw. Fortbildnerin gearbeitet habe, wird mir die Arbeit mit den Lehramtsanwärterinnen hoffentlich nicht so schwer fallen. Das erste Seminar startet am kommenden Montag und nun raucht gleich mein Kopf, denn dieses soll gut gelingen. Im Moment denke ich über einen tollen Einstieg nach.
Gestern starteten wir in der Koboldklasse mit der ersten Strophe unseres Buchstabenraps. Hier stehen zunächst die Vokale im Mittelpunkt... die Buchstabenkönige. Das war für viele Kinder schon cooler als die Dinge des Vortages. Ich habe mir vorgenommen zunächst viele Übungen zur Anlauttabelle (von Susanne) durchzuführen und will dabei verstärkt mit dem Lauschheft (ABC- Lernlandschaft) arbeiten. Nach und nach führe ich Übungen zur Freiarbeit ein, damit die Kinder schnell selbstständig arbeiten können, sollen und vor allem wollen. Nach vier Unterrichsstunden waren die meisten gestern ganz schön k.o., aber diese enorme Umstellung von Kindergarten- zum Schulkind ist auch sehr anstrengend und bedeutet für viele Kinder eine große Umstellung.

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Arnie