14. November 2012

Zwischenbericht

Da im Moment schulisch sehr viel läuft, komme ich gar nicht so oft dazu, hier zu schreiben. Heute habe ich etwas mehr Zeit und gebe mal einen kleinen Zwischenbericht.
Die Koboldklasse startete entspannt nach 2 Wochen wieder in den Schulbetrieb und es läuft nun die 8. Schulwoche. Viele Kinder beherrschen das silbenweise Lesen, einige lesen sogar schon Wörter und erste Sätze. Trotzdem ist der Unterschied in den Leistungen enorm. Alle Kinder sind ziemlich selbstständig. Arbeiten muss ich dringend an der Ordnung auf den Tischen. Dort sieht es bei den meisten ziemlich chaotisch aus und es nervt mich, wenn ständig Dinge herunter fallen. Aber hier war ich einfach in den letzten Wochen nicht konsequent genug und muss daran arbeiten. Die Freiarbeit läuft richtig gut. Trotzdem werde ich in den nächsten Wochen in der ersten Stunde frontal arbeiten, da hier die Kinder frisch sind und die Aufnahmefähigkeit größer ist. Ich merke einfach, dass man nicht zuviel dem Selbstlauf überlassen darf. So drucken viele Kinder konsequent Blockbuchstaben... ich möchte aber verstärkt große und kleine Buchstaben üben, da unsere Schrift ja nicht nur aus Blockbuchstaben besteht. Durch die offene Arbeit ist die Sozialkompetenz in der Klasse hoch. Es wird sich geholfen, keiner wird ausgegrenzt oder gar ausgelacht. Das macht mich sehr froh, weil ich eine bestimmte Grundharmonie selbst brauche und gern habe. Auch der gelbe Plan wird gut angenommen und durchgeführt. Dass ich keine Fibel mehr nutze, wirkt sich hier positiv aus. Endlich kommen all die schönen Freiarbeitsmaterialien zum Einsatz und nichts schlummert mehr in den Schränken, bis man am Ende des Schuljahres merkt... da war noch was.
Diesen Lautschieber von Susanne nutzte ich auch gern bei meiner letzten Klasse 1.....kann ich nur wärmstens empfehlen.

Auch die Lautsuchbilder werden zur Zeit intensiv während der Planarbeit genutzt. Leider habe ich keine Idee mit den Foliestiften, welche ständig abgewischt werden müssen und dies sich als üble Sauerei herausstellt.

Dieses Material von Susanne lieben die Kinder immer wieder... man sieht, es wird. Trotzdem will ich von den Großbuchstaben allmählich weg.


Regenschirmtanz in Klasse 4- das brauche ich dann aber auch nach vier Stunden Koboldunterricht und liebe es.
 Die Kombination Große und Kleine zu "unterrichten" macht mir nach wie vor Freude. So wie die Kobolde sind auch meine Lehramtsanwärterinnen total nett, aufgeschlossen und neugierig. Da vielleicht auch einige hier mitlesen, möchte ich nochmal Mut machen und bestärken. Die Arbeit als Lehrerin ist toll, aber nicht immer leicht. Deshalb auch "Mut zur Lücke!". Auch mir gelingt nicht alles  immer sooo toll und manchmal zweifele ich sehr an mir und dem was ich tue. Ich denke aber, dass nur das weiterbringt...und natürlich Menschen, die Vorbild (nicht nur beruflich) sind.

 



Kommentare:

  1. Viele Jahre habe ich mich auch vor Folien gedrückt, weil mir die Sauerei beim Wegwischen zu groß war. Was habe ich als Mama Handtücher mit Folienstiften verschmiert!
    Und dann kam der Tipp: Papierhandtuch unter den geschlossenen Wasserhahn drücken - so kommen nur einige Tropfen Wasser heraus. Das feuchte Hnadtuch reicht, um die Folie sauber zu putzen -nichts schwimmt mehr, die Folien sind aber auch nicht verschmiert. Die Kinder haben das alle gelernt und seitdem nutze ich die Folien wieder problemlos in meinen Werkstätten. Die laminierten folien sollten jedoch am Rand verschweißt sein, damit keine Feuchtigkeit zum Papier hindurchdringen kann.
    Liebe Grüße Brigitte

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  2. Hier ein kleiner Tipp zum Problem mit dem Foliestiften:
    Meine Kinder schicken die laminierten Karten nach der Bearbeitung einfach "baden oder duschen" (haben die Kinder so genannt)...was heißen soll, sie spülen sie am Waschenbecken einfach ab und trocknen sie anschließend mit einem alten Handtuch einfach ab.
    Hatte dabei auch selten Probleme, dass die Karten nass bleiben. Die Kinder waren dabei sehr ordentlich (und falls nicht...spätestens nachdem ein Kind mal eine noch nasse Karte erwischt hat, wird ihnen klar, wieso die richtig trocken sein müssen.
    Das Ganze geht allerdings nur, wenn die Materialien so laminiert sind, dass am Rand immer ein Streifen Folie bleibt, d.h. also erst ausschneiden, dann laminieren und dann ringsherum nochmals ausschneiden. Das ist erstmal viel Arbeit, aber so sind die Sachen einfach haltbarer.

    LG Katja

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  3. Vielen Dank, liebe Brigitte und liebe Katja für die Tipps. Dass mit dem WPapierhandtuch wusste ich so noch nicht. Ich werde es ausprobieren. Leider halten die Kinder die Karten gern einfach so unter den Wasserhahn, was dann eine Schweinerei wird bzw. sind die Folien dann verdorben, denn ich schneide nicht alles vor dem laminieren aus.
    Herzliche Grüße von Sylvia

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  4. Hallo Sylvia,
    meine Schüler benutzen den schwarzen Lumocolor correctable von Staedler. Er lässt sich trocken abwischen und ich bin begeistert davon.
    Die Kinder sind total angetan von dem "Filzradierer" am Stift und benutzen ihn lieber als die angebotenen Papierhandtücher zum trocknen abwischen.
    Viele Grüße
    Stefanie

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    1. Liebe Stefanie, auch dir vielen Dank für den Tipp. Irgendwo in unserer Schule habe ich die Stifte schon einmal gesehen und werde mich mal damit beschäftigen. Vielleicht ist ja so ein Stift eine schöne Anschaffung für den Weihnachtskalender. Dann haben die Kinder wirklich Freude und ich schone meine Nerven und Folien... grins!
      LG von Sylvia

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