30. Juni 2012

Inspiration

Ich bekomme viele Anfragen bzgl. des Rahmens der Namenskarten. Schaut doch mal hier: in editable fold-over cards (Ref: SB6821)
http://www.sparklebox.co.uk/misc/editable/cards.html unter Plain editable fold over cardsPPlain editable fold-over cards lain editaPlain editable fold-over cards (Ref: SB6821)
...erhielt ich heute hier
hier. Valessa, eine junge Grundschullehrerin, erzählt ausführlich über ihre Freude auf die zukünftigen Erstklässler und gestaltet, bastelt, entwirft Materialien und bestellt wunderbare Arbeitsmittel für die Kinder. Dabei zeigt sie auch, wie man pfiffigerweise Namenschilder laminiert (diese Idee war für mich ganz neu und ist absolut nachahmenswert).
Nun fand ich heute tolle Rahmen für Namenschilder im Netz bei sparklebox (eine wahre Fundgrube für alle Grund- und Förderschullehrer), welche ich kurzerhand für meine Bedürfnisse anpasste. Die Rahmen kann man in Word abspeichern und damit wunderbar bearbeiten. Schwups das Logo der Koboldklasse eingefügt und fertig war ich. Der Vorteil  bei den Kärtchen ist, dass ich eine Vorder- und Rückseite habe, so dass ich auch mit Blockbuchstaben arbeiten kann. Ich beginne diesmal in Klasse 1 mit Blockbuchstaben, da diese von Kindern zuallererst verwendet werden... das sieht man sehr schön, wenn man sie auffordert, ihren Namen zu schreiben. Nun hier mein "Werk".


ble fold-over cards (Ref: SB6821)


28. Juni 2012

Von Zangen und so...

Wenn sich mein lieber Mann, den nichts sooo leicht aus der Ruhe bringt, über jemanden ärgert, benutzt er gern für denjenigen den Begriff "Flachzange". Flachzangen sind in seinen Augen Menschen, die mit Nichtwissen und Nixkönnen glänzen, aber irgendwie trotzdem (vermeintlich) besser durchs Leben kommen, als man selbst. Ich glaube diesen Typus Mensch kennen wir alle....frei nach dem Motto "Sich dummstellen schafft Freizeit." Als er mir heute wieder eine Episode aus seiner Arbeitswelt erzählte, meinte ich, dass er eine "Kombizange" sei. Kombizangenmenschen sind engagiert, helfen und sehen die Arbeit und können auch recht viel. Daraufhin meinte er, dass es wohl besser wäre, wenn man ab und zu zur "Kneifzange" wird. Ich glaube diesen Menschenschlag muss ich nicht erklären. Aber Kneifzangen gibt es vielleicht zu wenig?

26. Juni 2012

Bärenschritt


Ja, heute war ich der lustige Tanzbär und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn heute war wieder Vorschule (bei Kali ist dienstags Bistrotag, bei mir Vorschultag). Nachdem die Schnupperzeit mit dem grünen Popeldrachen ein voller Erfolg war, habe ich heute die Koboldkinder in Action gebracht... naja, wenn ich meine durchgeschwitzte Bluse anschaue, dann war es wohl eher umgedreht. Alle Kinder der zukünftigen Koboldklasse verbringen nun die letzten Vorschulstunden gemeinsam, was für manche, auf Grund unterschiedlicher Umstände, nicht ganz einfach ist, wie ich heute feststellen musste. Da rollte auch mal ein Tränchen, weil ein Junge gar zu laut auf der Trommel spielte oder es wurden die Ohren zugehalten, weil ein Kind zu laut sang. Hmmm, daran werde ich mich wohl erst noch gewöhnen müssen, denn in der Beziehung sind meine Vierer abgehärtet. Woran ich mich nicht gewöhnen werde, ist die Unpünktlichkeit mancher Leute. Im Fünfminutentakt wurde die Tür geöffnet und ein Kind nach dem anderen in den Raum geschoben. Nach dem vierten Reinschiebekind konnten wir  dann endlich beginnen. Ich liebe ja Rhythmik in allen Varianten und so wurden natürlich die Instrumente in Verbindung mit den eigenen Namen zum Klingen gebracht. Dann tanzten wir den Hampelmann- und Robotertanz (Gott sei Dank besuche ich unregelmäßig ein Fitnessstudio... denn nach drei Runden Hampelmann komme ich ganz schön ins Schnaufen). Das allseits beliebte Lied "Alle Kinder lernen lesen" trällerten wir ebenfalls, bis dann besagter Tanzbär ins Spiel kam. Nun ja erotisch sehe ich bestimmt nicht aus, wenn ich die Tatzen hebe und wie ein dicker Bär durch den Raum walze, aber ich liebe solche Lieder selbst sehr und diese "Grundschulmätzchen" mache ich dann schon gern (mein Erlebnisbericht davon in der Pause sorgte vor allem bei meinen jüngeren Kolleginnen für Erheiterung... sie haben sich wohl mich recht bildlich vorgestellt). Empfehlenswert für Vorschule, aber auch Klasse 1 sind diese beiden CD´s, welche ich mag und gern und oft nutze. 




In der nächsten Woche werden wir etwas Künstlerisches gestalten. Hier wird mir meine Kollegin helfen, denn dafür fehlt mir einfach das Talent und die Muse.

Ja und mit den Vierern singen wir ein Lied "Freunde wie wir" nach dem Hit "YMCA". Ich finde das Lied absolut klasse, brauche aber noch eine pfiffige Choreo dafür.....
  

25. Juni 2012

Die Luft ist raus

... und das nicht nur bei meinen Schülern. Obwohl ich ein entspanntes Wochenende hatte (mit Mutti in Dresden gewesen, mit der Verwandtschaft gefeiert), merke ich, dass ich ziemlich neben der Spur bin. So ließ ich gestern die Hälfte der korrigierten Arbeitsblätter hier auf dem Schreibtisch liegen und schaute dumm aus der Wäsche, als die Hälfte der Kinder nicht arbeiten konnte, suchte heute ständig aber wirklich ständig meinen Schulschlüssel, war griesgrämig auf mich selbst und stellte gerade fest, dass die Fotos von heute (Lapbookpräsentation) aussehen, als kämen sie aus der Waschküche.
Den Kindern geht es offenbar nicht anders. Die eine Truppe war noch müde vom Wochenende im Heuhotel mit dem Hort, die andere Hälfte schaute sehnsüchtig den anderen Vierern nach, die in die Jugendherberge abreisten... Naja, bei uns dauert es ja auch nicht mehr lange, aber an die schlaflosen Nächte dort darf ich heute noch nicht denken. Also Fazit des Tages: Mutti kaputti.

21. Juni 2012

Lapbookbewertung

Die Bewertung der Lapbooks fällt mir nicht ganz leicht. Ich habe ein Bewertungsschema entworfen, welches morgen jedes Kind erklärt bekommt, denn die Bewertunskriterien müssen vorher geklärt sein. Das war schon immer mein Prinzip, aber diesmal ist es eine völlig neue Methode und auch ich sammele Erfahrungen damit.

Klick!

19. Juni 2012

Geschnuppert....


... haben heute die Vorschulkinder und es war toll. Dank meiner lieben Kolleginnen, welche je 8 Kindergartenkinder in ihrem Unterricht sitzen hatten, klappte der Beginn sehr gut. Alle Kinder kamen strahlend aus den Klassen und waren gespannt, wie es weitergehen würde. Die Vierer hatten mit mir alle "Konstantinstationen" aufgebaut (da das Wetter gut war, verlagerten wir einen Großteil auf den Schulhof und in den Hortgarten). Nun warteten sie aufgeregt auf ihre ersten Gäste...traumhaft, welche Sozialkompetenz Kinder an den Tag legen können, wenn es darum geht, dem Jüngeren zu helfen. Ich habe über manche Kinder gestaunt, welche im rauen Schulalltag nicht immer so umsichtig und herzlich reagieren, wie ich es heute mit viel Freude erlebt habe. Am Ende strahlten irgendwie alle... die Kleinen, die Großen, aber auch ich.

Hier wird die Schleife gebunden. Der Große zeigt es nochmal exakt vor und der Kleine schaut zu. Herrlich... dann haben alle gefummelt und Freude an den ausgemalten Smilies gehabt.

Das war unser "Wackel"pfad. Da wir sowas nicht an unserer Schule besitzen, habe ich diese farbigen Steine genutzt.... Effekt war gut.

Diese Pinzettenübungen kann ich nur wärmstens empfehlen. Es war interessant für mich zu beobachten, wie sich die Kinder "anstellten". Viele zeigten sich sehr geduldig und geschickt, andere hatten schon so ihre Problemchen. Man merkt aber sehr, dass unsere Kindergärten tolle Arbeit leisten, da solche Dinge geübt werden.

Ja und dann bekam ich heute noch dieses Highlight, was mich zum Schmunzeln brachte, aber auch sehr rührte. Es ist von einem Mädchen, welches es nicht immer einfach hat. Sie hat eigentlich nur Musik bei mir. Die Namen decke ich ab, denn an den Such"fragen" bei Google bemerke ich, dass auch wieder von mir nicht unbedingt geliebte Personen diesen Blog gefunden haben.



17. Juni 2012

Von Grundschulmätzchen...

Also ich bin wirklich ein Mensch, der Humor hat und sehr gern lacht (und feiert). Aber manchmal bleibt mir das Lachen im Halse stecken, vor allem, wenn ich auf Grund meines Berufes... (Grundschullehrerin) wie ein Grundschulkind wahrgenommen und behandelt werde.
Ein kleines Beispiel: Vor einiger Zeit war ich auf einer großen Tagung, auf welcher 20 Jahre Grundschulzeit in unserem Bundesland gewürdigt wurden. Jede Fachschaft trug mit Beiträgen dazu bei, dass man sich erinnerte, kritisch nachdachte und irgendwie auch stolz war, die Zeit mitgestaltet zu haben. Plötzlich kamen Damen einer Fachschaft auf die Idee, (das Fach verrate ich jetzt nicht...aber es war nicht Musik) die Anwesenden des Saales aufstehen zu lassen und alle sollten singen, klatschen, stampfen wie die Elefanten und sich im Kreise drehen wie der Tanzbär.... und das immer schneller. Man kann sich die "Begeisterung" der Teilnehmer vorstellen, da aber wichtige Leute im Saale saßen, machten zumindestens die ersten Reihen mit. Ich war auch etwas konsterniert, denn es passte gar nicht zum Anlass und ich kam mir irgendwie veralbert vor. Wie gesagt, mir fehlt nicht der Humor und in Fortbildungen mache ich alle Mätzchen mit, da ich auch der Meinung bin, dass man das, was man von Kindern verlangt, auch ausprobiert haben muss. Nun gut...mir stellt sich halt in solchen Situationen die Frage, ob man das auch mit Gymnasiallehrern machen würde... Kreisel drehen wie der Drehrumbum, stampfen, schnipsen und .....naja. Mein lieber Mann (übrigens auch Lehrer...aber nicht für die Grundschule) war heute am Nachmittag sehr erheitert, als ich ihm folgendes aus den Lehrerhandreichungen eines Lehrwerkes für die Grundschule vorlas. ..." Wenn die Lehrerin sich für ein Kind Zeit nimmt und nicht gestört werden möchte, setzt sie sich einen Hut auf, um zu signalisieren, dass sie "nicht zu Hause ist". Wir lachten anschließend Tränen, weil wir uns bestimmte Personen mit dem Hut vorstellten oder uns sagten, dass wir den Hut gar nicht mehr absetzen würden. Also liebe Mitstreiter... kauft euch Hüte! Ich habe schon mal ein Schild "entworfen" für alle, die auch auf diese Methode abfahren.

Wasser"giraffe"

Mein Sohn konnte früher nicht das Wort "Karaffe" aussprechen und nannte das Teil der Einfachheit halber "Giraffe" (übrigens auch heute noch).
Da eine liebe Blogkollegin Kali so tollen Holundersirup oder war es gar Likör??? herstellt, möchte ich mal den Tipp mit der Wasserkaraffe weitergeben. Diese gibt es ab Donnerstag im großen Norddiscounter für relativ wenig Geld. Ich habe meine Karaffe von einem namhaften Hersteller mit drei Buchstaben. Die Karaffe ist echt klasse, denn ich trinke zwar gern Wasser, habe aber auch gern etwas Geschmack dabei. Also fülle ich Zitronenmelisse- oder Pfefferminzstängel mit rein. Natürlich kann man auch mit Sirup arbeiten. Manchmal fülle ich auch beides rein. Oberlecker schmecken Limetten, Ingwerstücke oder Orangen in Wasser.

15. Juni 2012

12. Juni 2012

Wechseljahr

Nun gehe ich zwar altersmäßig auf die 50 zu, habe aber immerhin noch drei Jahre Zeit. Trotzdem leide ich derzeit an Hitzewallungen, Gefühlsschwankungen und habe Tage, wo ich mich freue und andere, wo ich den Kopf schüttele und mich frage, was ich da eigentlich tue.
Nein, ich rede nicht vom eigenen Klimakterium, sondern davon, wie es ist, eine vierte Klasse zu führen, aber fast zeitgleich schon die Vorschüler zu haben... dem berühmten "Wechseljahr". Heute morgen sauste ich wie ein Ufo durch die Klasse, hielt Hände beim Schneiden, wischte ein Pullerpfützlein unter dem Stuhl weg, lobte in einem fort und bekam gesagt, dass ich schöne gelbe Schuhe hätte.
Dann der krasse Wechsel... die Großen kommen herein, manche murmeln ein leises "Hallo", fragen "Was mach mern heute?" und lächeln über die Werke der Kleinen, die noch auf den Bänken liegen. Nun möchte ich nicht behaupten, dass meine Schüler nicht motiviert waren in den letzten Schuljahren, aber immer wieder mache ich die Erfahrung, dass die letzten Wochen vor den Ferien mit Vierern nicht immer soooo toll sind. Die Lapbookarbeit macht ihnen Spaß, weil es nicht wie Lernen ist (übrigens Originalton). Aber wir haben immerhin noch 5 Wochen Schule vor uns und da kann ich nicht nur Wundertüten im Unterricht zaubern.
Wie zum Beispiel die Abschlusszeitung aussehen wird, weiß ich nicht so genau, denn es gibt tatsächlich "Redakteure" in meiner Klasse, die seit 4 Wochen in unseren Redaktionsstunden ein Deckblatt entwerfen... das Blatt ist dann in der Folgewoche weg und es wird wieder neu entworfen. Über solche Sachen ärgere ich mich übelst. Andere Kinder schreiben dagegen superschöne Berichte....Tja, da bin ich dann wieder beim zweiten Satz meines Posts von heute!!!

11. Juni 2012

Schnupperzeit mit Konstantin

Angeregt durch Susannes "Pinguine" habe ich nun auch einen Schnuppertag geplant für unsere Vorschulkinder, welcher nun am 19.06.12 stattfinden wird.
Meine Vorschüler kommen jeden Dienstagmorgen (noch getrennt nach Kindergärten) zu mir und wir üben in der Vorschule viele verschiedene Dinge. Dabei habe ich mir unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, wie Übungen zur Feinmotorik, zusammenhängendes Erzählen, Aktives Zuhörtraining... na die Lehrer der Grundschule kennen dies ja. Toll war für mich die Arbeit mit dem Kamishibai zur Merkfähigkeit. Das greife ich unbedingt am Anfang der Klasse 1 wieder auf, denn es war für die Kinder neu und damit sehr interessant. Jaaaa, das stelle ich immer wieder fest... wenn etwas neu ist, wirkt es erstmal spannend, wird es aber anstrengend, versuchen manche Kinder der Anstrengung auszuweichen... interessanterweise mit den Worten "Mir ist jetzt langweilig."Aber auch das kennen die Kollegen der Grundschule... Aber ich weiche ab.
Nächsten Dienstag nun kommen alle Kindergartenkinder (also alle 24 zukünftigen Kobolde treffen nun erstmalig aufeinander). Sie besuchen zunächst den Unterricht in den ersten und zweiten Klassen. Dann kommen sie zusammen mit allen Vierern (die stolz sind, die Großen zu sein) in die Turnhalle und wir legen los mit der "Schnupperzeit mit Konstantin". Wer den Popeldrachen nicht kennen sollte, kann dazu mal hier schlunzen, denn das ist sein Schlupfblog.
Die Stationsbilder liegen gedruckt und laminiert vor mir und bringen mich ins Grübeln... was ist ein Wackelpfad? Unsere Kindergärten besitzen sowas auch nicht, vielleicht schreibt mir ja jemand von den Lesern was dazu.
Meine Großen haben zusammen mit mir die Konstantinhefte geheftet und genaue "Instruktionen" erhalten, wann es wirklich drei Smilieys gibt... hoffentlich sind sie nun nicht zuuuu streng in ihren Bewertungen. Ich möchte gern beobachten und übertrage deshalb viel Verantwortung auf die Großen... das wissen sie auch. Aber ich glaube, es wäre illussorisch zu denken, dass an einem solchen Tag die Bluse keine Achselschweißränder hat. (keine Sorge... dazu folgt kein Foto)
Ich freue mich auf den Schnuppertag und muss wieder einmal kundtun, wie dankbar ich Susanne für ihre tollen Ideen bin. Natürlich kann man nicht alles 1 zu 1 so umsetzen wie sie, weil man andere Bedingungen hat (siehe Wackelpfad), aber ich freue mich wirklich riesig über die vielen tollen Inspirationen!!!

Achja, nicht zu vergessen... ich habe mir auch den tollen Koffer vom schwedischen Möbelhaus gekauft. Darin schlummern derzeit alle fertigen "Koboldsachen". Ist der nicht cool????



7. Juni 2012

Experten

Heute ein paar Kurzeinblicke in die Arbeit meiner Experten. Ich staune über die Kreativität, die viele Kinder an den Tag legen. Diese Arbeit macht ihnen wirklich Spaß und es kommt erstaunliches dabei raus.

So sieht es auf dem Fußboden aus, der zum beliebten Arbeitsort wurde. Man beachte die Hausschuhe in der Ecke rechts!
Diese Idee finde ich persönlich absolut klasse. Die Spieler sind aufklappbar....das Bild hat Ähnlichkeit mit der Spieleraufstellung im Fernsehen.

Auch hier wird fleißig gewerkelt, ausprobiert und nachgedacht. Jetzt noch ein paar unkommentierte Fotos:





Die Kinder arbeiten wirklich allein. Sie helfen sich gegenseitig und ich habe die Beobachterrolle inne, helfe, wenn Bedarf angemeldet wird, unterstütze die Kopiermeister und erfreue mich an der Arbeitswütigkeit. Das Material wurde komplett von den Kindern selbst mitgebracht... und siehe da, weil noch immer der Server der Schule abgestellt ist (Baumaßnahmen) kommen auch alle ohne Internet aus. Das gute alte Lexikon wird aus dem Regal geholt, es wird gezeichnet, statt ausgedruckt und ausgemalt, wenn die Zeichnung "nur" schwarz- weiß ist.

5. Juni 2012

Gewöhnungsbedürftig

Nun kann ich berichten, dass der Elternabend gestern gut ankam. Ich war  erst 22.00 Uhr daheim, trank noch ein Glas Rotwein und schlief wie tot. Mein Mann fragt mich immer warum die Elternabende in der Grundschule sooo lange dauern. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Die Ausführungen der Schulleitung über Infektionsschutzgesetz u.ä. dauerten eine Zeit , der Fördervereinsvorsitzende sprach auch etwas länger und dann kamen die Informationen zu Arbeitsmittel und Schulanfang von mir. Schwupps waren über 2 Stunden vergangen.
An einige Dinge muss ich mich erst noch gewöhnen. Dass heutzutage junge Eltern gern ihre Tatoos, Piercings etc. zeigen ist wohl normal, aber wenn die Hälfte der Elternschaft kaugummikauend vor mir sitzt, finde ich das schon gewöhnungsbedürftig. Nun gibt es ja das stille Kauen, was jeder kennt... aber wenn der Mund dabei noch stark geöffnet wird, wartet man nur noch auf das Katschgeräusch oder die Blasen. Aber vielleicht bin ich schon alt und unmodern...
Alles in allem war es jedoch ganz nett. Der Name "Koboldklasse" kam erstaunlich gut an und auch so war die Stimmung in Ordnung und ich habe das Gefühl, dass es gut anläuft.

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4. Juni 2012

Koboldklasse

Heute Abend wird es spannend, denn es ist der 0. Elternabend (heißt hier wirklich so) der zukünftigen Erstklässlereltern. Ich kenne zwar die meisten Eltern schon durch die Vorschule, aber heute werde ich nun offiziell zur Klassenlehrerin der "Koboldklasse" erklärt.
Mein Satz in einem Post zu beruflichen Veränderungen ließ die Gerüchtewellen hochschlagen, woran ich selbst schuld war, denn ich habe nicht bedacht, dass man daraus schließen könnte, ich würde die Schule verlassen und keine erste Klasse übernehmen. Interessanterweise kamen empörte Reaktionen meiner derzeitigen Eltern, deren Kinder die Schule verlassen... aber das nur am Rande. Aus Fehlern wird man klug.
Einerseits freue ich mich nun auf heute Abend, andererseits bin ich gespannt, was die Eltern zum Klassennamen sagen werden. Herr Krahl, vielen bekannt aus dem Zaubereinmaleins, hat mir zwei tolle Bilder gemalt (oder heißt es gezeichnet??) und dabei meine Vorstellungen absolut einbezogen. Ich bin sehr glücklich damit und hoffe, dass meine Idee bei den Eltern gut ankommt. Ich werde nächstes Schuljahr ohne Fibel arbeiten und habe mich für die ABC- Lernlandschaft vom Klett- Verlag entschieden. Das Material ist in verschiedene Hefte gegliedert, welche (grob erklärt) die verschiedenen Säulen (so nennt es Erika Brinkmann... die Autorin) des Lesen- und Schreibenlernens in den Mittelpunkt rückt. Die Reihenfolge meines Vorgehens bestimme ich. Außerdem kann ich endlich all die tollen Sachen, die ich im Zaubereinmaleins, bei Verlagen wie Niekao und Matobe und in etlichen Lehrerblogs finde, sinnvoll dazunehmen und einsetzen. Darauf freue ich mich eben und zeige heute den Eltern u.a.Susannes Lernweg, welcher bereits ausgeschnitten vor mir liegt. Die Kobolde sollen auf ihrem Weg des Lernens verschiedenen Figuren begegnen. So werden um die Weihnachtszeit die Krazwusels Einzug ins Klassenzimmer halten, später kommen Konstantin und Ismelda hinzu, auch die Mompitze werden eine Rolle spielen... und natürlich kann ich aktuell reagieren, wenn wieder tolle Ideen die Runde machen (z.B. wie das Lapbook). Als Anlauttabelle nutze ich die von Susanne, da sie mir besser gefällt als die vom Verlag. Im Moment studiere ich ausführlich den Pinguinblog, hole mir Anregungen, lese viel Fachliteratur zum Anfangsunterricht und bin schon wieder geneigt viel Geld in Bücher zu investieren... Die Leser hier kennen das ja auch.
Das Rätsel um den "ominösen" Satz (oben) kann ich nun auch auflösen... ich werde ab nächstem Schuljahr in die Lehrerausbildung (Lehrerseminar) einsteigen, welche nun endlich in unserer Region stattfindet. Die Stelle habe ich jetzt fest und darüber freue ich mich. Da ich tolle junge Kolleginnen an meiner Schule habe, weiß ich, wie schön es, ist mit ihnen zusammenzuarbeiten. Natürlich schätze ich auch meine anderen Kolleginnen (bin ja auch schon jenseits der 40), aber junge Leute sind halt noch unverbraucht, wissbegierig und trauen sich was. Ich hoffe, dass die neuen Lehramtsanwärter auch so sind und für den Beruf brennen. Aber da bin ich eigentlich optimistisch.

Und so sieht das Bild der Koboldklasse aus:

3. Juni 2012

Umbenennung

Ich habe den Blognamen und die Adresse geändert und hoffe nun, etwas Ruhe zu bekommen. Deshalb bitte ich auch alle meine Blogfreunde, meine neue Blogadresse nicht zu veröffentlichen.
Alle Jammerei nützt nix, ich bin/war selbst schuld, da ich den Blog zu öffentlich gemacht habe und damit angreifbar wurde. Gelernt habe ich für mich: Entweder man macht einen Klassenblog und gibt diesen auch an Eltern frei....dann kann man sicher nicht immer so frei von der Leber weg schreiben und auch kritische Meinungen äußern... oder man macht einen allgemeinen Blog, wo man anonym bleibt und schreiben kann, was man will. Ich habe dies zu sehr gemixt- eindeutig mein Fehler!!! Auch wenn sich jetzt die Zahl der Leser stark eingrenzt, ist mir das lieber und von mir so gewollt. Ich entscheide mich nun für den zweiten Weg.
Gerade habe ich bei Florian Emrich (Grundschulzeug) noch einmal nachgelesen... er schreibt hier sehr gut u.a.über rechtliche Dinge bzgl. Lehrerblogs und mir wurde noch einmal klar, dass ich falsch an die Sache rangegangen bin... tja, aus dem Schaden wird man klug. Aber nichts für ungut, es geht ja weiter.....