31. August 2012

Letzter Ferientag

Auch in Sachsen neigen sich die Sommerferien dem Ende zu und so wusele ich eigentlich seit zwei Wochen schon durch unsere Schule und durch das Klassenzimmer. Obwohl ich mich in letzter Zeit von vielen Dingen getrennt habe, sind in der Schule zwei große Schränke proppevoll mit Sachen von mir... ganz zu schweigen von meinen Schränken zuhause im Arbeitszimmer. Befriedigend finde ich das nicht, aber was solls?! Für heute habe ich nun beschlossen, daheim zu arbeiten. Es gibt noch eine Menge zu tun und da ich weiß, wie hektisch die ersten Tage mit den Einsern manchmal sind, will ich viel vorweg vorbereiten. Außerdem habe ich am Montag meine erste große Beratung im Seminar zur Lehrerausbildung. Darauf bin ich sehr gespannt. Etwas nervös werde ich, wenn ich an das Arbeitspensum denke, denn das wird sicher hoch sein. Für heute sind Laminier- und Ausschneidearbeiten geplant. Ein Riesenberg gedruckter Arbeitsmittel liegt vor mir und die Schere schreit schon nach mir. Außerdem nehme ich mir heute vor, die Schritte des Buchstabenlernwegs zu planen. Da ich Sachunterrichtslehrerin auch in Klasse 3 sein darf, muss ich meinen Jahresplan dazu schreiben und für Musik möchte ich auch noch planen....also ran an die Arbeit!

30. August 2012

Heute mal Fotos....

...aus meinem Klassenraum. Leider habe ich wirklich riesige Probleme mit der dropbox, aber dazu später mehr. Hier jetzt mal die Bilder:

Das ist meine Klassenzimmertür von außen. Innen habe ich noch nichts hängen, lasse mich aber gerade von den tollen Türbildern beim "Pausenengel" inspirieren.
Das ist der Blick von vorn zum Freiarbeitsregal und zwei großen Schränken. Vor dem Schrank rechts ist ein alter runder Tisch zu sehen, welchen ich als Forschertisch nutzen will oder für den Buchstaben der Woche.
Dieser Blick ist auch von vorn. In diesem Jahr habe ich unsere Uraltregale (waren zu DDR-Zeiten Vitrinen mit Glasschiebeteil) in die Mitte des Klassenzimmers gerückt und mich dabei an meinem Lieblingsbuch (Individuelles Lernen) orientiert.
Der Blick von hinten links nach vorn...den Buchstabenweg erkennt ihr sicher, auch wenn er noch nicht gefüllt ist. Vorn ist ein Regal zu sehen, welches vorher ein Schrank war. Der Hausmeister hat die Türen entfernt und nun kann ich dort die Leseecke einrichten. Leider sind meine Bänke viel länger als Susannes, so dass ich sie nicht immer so stehen lassen kann. Die Seitenflügel der Tafel will ich noch entfernen lassen...hm, ich glaube das wird schwierige Überzeugungsarbeit kosten.
Dieses Foto ist leider gegen das Licht "geschossen" und sieht deshalb so dunkel aus. So sieht es aus, wenn man in unser Klassenzimmer eintritt.
Jetzt wisst ihr, warum ich die Seitenflügel der Tafel abmontiert haben will.... die Buchstabenleine hängt zu tief. Außerdem brauche ich nicht so eine riesige Tafel.
Mein Schreibtisch steht an der Wand. Der Koboldkoffer wird für manche Überraschung genutzt..... so habe mich nun doch entschieden, meinen Glücksi als Klassenmonsterchen zu nutzen und dieser wird am Montag dem Koffer "entsteigen"

So und nun zu der dropbox: Ich bemühe mich echt seit Tagen die nunmehr fertigen Pläne aus der Box hochzuladen. Leider gelingt es nicht. Die "Zwischenablage" funktioniert überhaupt nicht und auch das kopieren und einfügen mit der rechten Maustaste geht nicht. Da ich kein begnadeter PC- Freak bin, weiß ich nicht weiter. Bitte also nicht böse sein... vielleicht schreibt mir ja jemand einen Hilfekommentar.





26. August 2012

Planung, Planung, Planung

 Eigentlich bin ich der absolute Planungsfreak (auf schulischem Gebiet). Manchmal macht mich das selbst ganz wuschig, weil man damit nicht immer beweglich, frei und flexibel ist. Für dieses Schuljahr habe ich mir aber etwas mehr Ruhe und Gelassenheit in meiner Arbeit verordnet und sitze deshalb (für meine Verhältnisse) recht spät an der Jahresplanung Deutsch Klasse 1. Eigentlich war der gesamte Stoffverteilungsplan auf meinem PC für die "Bausteine Fibel", aber da ich mich entschieden habe, ohne Fibel zu arbeiten, ist dieser natürlich hinfällig. Zugegebenerweise habe ich schon etwas vor mich hingegrummelt, als ich den Plan gelöscht habe, denn es hätte mir sehr viel Arbeit erspart. Ich möchte aber, dass die Kinder mehr Entscheidungsfreiheit in ihrem Vorgehen beim Lernen haben und liebe deshalb auch das Buch "Individuelles Lernen mit System". Dieses Buch wird in diesem Schuljahr mein Begleiter und ich habe mich bei meinem Jahresplan sehr stark daran orientiert. Dieser Plan gibt zunächst eine Grobstruktur der Lerninhalte im Lesen-und Schreibenlernen vor... und er ist für mich noch nicht ausgewogen, da ich nicht erst im zweiten Schuljahr mit der Schreibschrift beginnen möchte. Zur Erklärung muss man hinzufügen, dass die Farben gelb, orange und rot die Teilarbeitspläne kennzeichnen. Das heißt, die Kinder bekommen nun individuelle Pläne für jeden Bereich. Der gelbe Bereich umfasst ungefähr den Zeitraum bis zu den Oktoberferien. Es kann aber auch sein, dass ein Kind länger braucht, um den gelben Plan zu schaffen oder ein Kind viel schneller ist und schon eher im orangen Teilbereich arbeitet. 

Jetzt müsste es aber klappen, hier sind die Pläne:

Jahresplan 1

1.Teilarbeitsplan (gelb) Lautebene

20. August 2012

Mein neuer bester Freund...




 wird der Swiffer.  Swiffer® Staubmagnet
Bevor ich heute das erste Mal mit Bauchgrummeln (eigentlich bekloppt) zur Schule fuhr, bog ich bei ALDI ein, um mir Marions gelobte Aufbewahrungsbox zu kaufen. Ich weiß auch schon, was ich dort aufbewahren werde:  Guckste mal hier!
Ich wurde freudig in der Schule begrüßt und schaute dann beklommen auf den vielen Staub in meinem Klassenzimmer. Oje, die Staubmäuse müssen in meiner Abwesenheit Hochzeit, Geburtstag und sonstwas gefeiert haben. Also kaufe ich mir morgen, nachdem ich die Regale nass ausgewischt habe, eine Riesenpackung Swiffer (wäre eigentlich ne Überlegung wert, einen Swifferdienst einzuteilen). Alles in allem war es gar nicht so schlimm, nach der langen Ferienzeit wieder Schulluft zu schnuppern. Es kommt sogar Vorfreude auf. Nach einigen Räumarbeiten verließ ich den warmen Ort dann auch recht schnell, denn obwohl mein Klassenzimmer auf der Nordseite der Schule liegt, wurde es gegen 12.00 Uhr eklig warm. Der liebe Gatte wartete schon mit dem Mittagessen und nahm erstaunt wahr, dass ich nur 5 Minuten zu spät kam. Ich bin ein total pünktlicher Mensch, nur nicht beim "Aus der Schule kommen". Dann ging es ab zum Stausee, wo fast kein Apfel mehr zur Erde fiel. Deshalb beneide ich alle Lehrer und Schulkinder in einigen BL, wo die Schule wieder begonnen hat, überhaupt nicht. Haltet durch, in knapp zwei Wochen schwitzen wir Sachsen mit!

18. August 2012

Das schlechte Gewissen plagt....

...undzwar mich!!! Noch nie, wirklich noch nie habe ich so spät in den Sommerferien etwas für die Schule gemacht bzw. war ich seit meinem Urlaub überhaupt  noch nicht dort. Aber da ich einen Mann habe, der wirklich sauer reagiert, wenn ich überhaupt laut darüber nachdenke und etwas von schlechtem Gewissen fasele, erhole ich mich noch etwas und fahre nun endgültig am Montag zu meinem Arbeitsort.
Ehrlich gesagt erfasst mich ja schon etwas die Panik, wenn ich in allen möglichen Blogs über die Vorbereitungsarbeiten, die Vorfreude und die intensive Lehrmittelherstellung der einzelnen Kolleginnen lese. Trotzdem muss ich mich zurücknehmen, da ich gemerkt habe (am Ende des letzten Schuljahres) wie leer mein Akku war. Außerdem denke ich zur Zeit sehr darauf herum, wie professionell und ausgeklügelt heute Unterricht überhaupt sein muss. Bitte nicht falsch verstehen! Ich bin ein großer Anhänger moderner Unterrichts-methoden und wollte/will in meiner Entwicklung als Lehrerin nie stehen bleiben.Trotzdem muss ich kritisch anmerken, dass ich oftmals viel Zeit und Kraft in Dinge gesteckt habe, deren Effektivität dann nicht so hoch war. Schon allein für die Herstellung bestimmter Arbeitsmittel braucht man viel Zeit... aber das weiß jeder, der den Grundschullehrerberuf liebt. Auch die fehlende Wertschätzung meiner Arbeit machte mir in den letzten Monaten des Schuljahres oft zu schaffen. Lob und anerkennende Worte (egal ob von SL oder Eltern) sind heute zur Seltenheit geworden (so erlebe ich es zur Zeit). Immer wieder werden Lehrer aufgefordert, Kinder zu loben, da dies motiviert, anspornt und einfach der Seele guttut. Dasselbige tut es auch bei Lehrern. Aber ich glaube, nach vielen Gesprächen mit Freunden und Familie, dies ist nicht nur ein Problem in unserem Berufszweig, sondern allgemeiner Art.

((Nur soviel: Ich war wirklich gerührt, als ich kürzlich bei Susanne Schäfer las, dass sie über die Anschaffung einer neuen großen Kaffeemaschine für ihr Kollegium nachdenkt. Dann sah ich auf einem Foto, wie liebevoll der Tisch für die erste Lehrerkonferenz von ihr vorbereitet war. Das hat für mich was mit Wertschätzung und Anerkennung getaner Arbeit zu tun.))

Deshalb sind meine Vorhaben für das nächste Schuljahr- effektiver zu arbeiten und gelassener zu werden.
Eine liebe Kollegin schenkte mir vor einiger Zeit diesen wunderbaren Spruch zur Gelassenheit, aufgeklebt auf ein Päckchen mit Badezusatz...." Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann."
Das Bad werde ich mir am Sonntagabend einlassen... den Spruch klebe ich auf meinen neuen Lehrerkalender. So, und jetzt lege ich mich auf meine Sonnenliege, lese in meinem neuen tollen Buch und esse nachher eine Riesenschüssel Obstsalat.

14. August 2012

Zurück


Alles vergeht, leider auch der schönste Urlaub. Ich bin sehr erholt und gefüllt mit vielen schönen Eindrücken. Wo beginnt man am besten zu erzählen? Vielleicht damit:
A bnehmen
I  st
D anach
A angesagt !!!!  Ja das stimmt wirklich, denn die immer frische Seeluft macht Appetit, die Ruhe und der Schlaf bei Meeresrauschen bringen wieder das seelische Gleichgewicht in Ordnung. Okay, Ruhe hat man an Deck und bei den Mahlzeiten nicht wirklich, aber wir haben uns den Luxus einer Balkonkabine geleistet und waren damit weg vom Trubel.
Wir sahen wunderschöne Städte wie Tallin, St. Petersburg, Stockholm, Danzig und Kopenhagen. Leider konnten wir wegen zu hohen Seegangs nicht nach Helsinki. Solche hohen Wellen auf See habe ich noch nie gesehen und es wird einem bewusst, welche Kraft das Meer hat.
Auf Sankt Petersburg waren meine Mutti und ich am meisten gespannt. Wir wurden nicht enttäuscht. Leider sind die Einreisebestimmungen nach Russland sehr streng, so dass es zu übelst langen Warteschlangen an der Passkontrolle kam und wir fühlten uns in alte böse Zeiten zurückversetzt. Einige Kinder weinten sogar, weil sie gar nicht wussten, was da losging... schlimm. Die Stadt ist wunderbar, hat sich natürlich verändert, aber von ihrer Einmaligkeit nichts eingebüßt. Da wir russisch sprechen und lesen können, fühlten wir uns sofort in unsere damalige Lebenszeit in Russland zurückversetzt und waren auch ein bisschen wehmütig. Ich persönlich kann den Roman von Tolstoi "Peter I." empfehlen zu lesen (mein absolutes Lieblingsbuch neben "Ditte Menschenkind" von Nexö), bevor man Petersburg besucht. Vieles versteht man dann besser, denn Zar Peter war der Gründer der Stadt. Man begegnet ihm überall und natürlich Katharina der Großen.
Wunderbar fand ich aber auch die Stadt Danzig, deren Altstadt einmalig ist. Dort habe ich die meisten Fotos gemacht, da die wunderschönen Häuser absolut faszinierend sind. Leider wurde Danzig gegen Ende des zweiten Weltkrieges von den Russen fast vollständig zerstört. Gott sei Dank gibt und gab es viele Menschen, die für die Restaurierung und den Wiederaufbau der Altstadt Geld spendeten. Meine Mutti kaufte mir in Danzig eine wunderschöne Kette mit Bernsteinen, welche eine Erinnerung an diesen Urlaub bleiben wird. Überhaupt kann ich einen Urlaub mit der Mutter empfehlen. Klar ist man auch mit 47 Jahren immer noch das Kind ("Mädel, warum hast du kein Tuch am Hals? Es ist hier so kalt."), aber man ist sich noch einmal sehr nah und genießt die gemeinsamen Eindrücke sehr.
Kleine Gassen in Stockholm
Bürgerhäuser in Danzig
Diese Mägdelein kennt fast jeder.....



                                                 Die sehr gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer Tallins.

Zar Peter und Peterhof 
Mutter und Tochter

Urlaubsmitbringse