30. Dezember 2012

Der Countdown

"Der Countdown (seltener: Count-down) (engl. „herunterzählen“, „das Zurückzählen“) ist die getaktete Bekanntgabe der bis zum Eintreten eines bestimmten Ereignisses (z. B. Abschuss einer Rakete, Jahreswechsel etc.) noch fehlenden Zeitspanne." (Wikipedia) 

.....läuft und die Sonne scheint hier, als ob die Jahreszeit Frühling morgen begrüßt wird. Aber nein, morgen ist Silvester und jeder freut sich (mehr oder weniger) auf den Jahreswechsel. Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen hier einen guten Rutsch in das Jahr 2013. Bleibt gesund und munter, lest fleißig hier weiter, denn darüber freue ich mich sehr und nehmt euch nicht zuuuviel für das kommende Jahr vor.....alles kommt, wie es kommen muss.
Ich mache erstmal eine kleine Blogpause, denn ihr wisst aus dem letzten Post, dass ich ein bisschen egoistischer mit mir werden möchte und da gehört der Genuss der Freizeit ohne Schule dazu. Nichts desto trotz werde ich bald weiter über die Koboldklasse und unsere Arbeit berichten....Im Moment liegt der Zeugnisordner vor mir und das Zeugnisprogramm ist frisch installiert, aber das ist schon wieder Arbeit....
Alles Gute!!
Eure Arnie

28. Dezember 2012

Zwischen den Jahren,....

wenn die Weihnachtsgans langsam verdaut ist und man nach all der Völlerei und dem Festgejubel wieder zu Sinnen kommt, beginnt man ein Resümee zu ziehen. Was hat man im letzten Jahr erreicht? Wie lief es persönlich, privat und was war beruflich wichtig? Aber man blickt auch zurück und fragt sich was man ändern muss, damit einiges anders und auch besser läuft. Meine Mutter ist "zwischen den Jahren" sehr abergläubisch und macht mich mit den Deutungen ihrer Träume immer ganz wuschig. Ich glaube an sowas nicht, bin aber auch ein bisschen skeptisch in Anbetracht der Jahreszahl mit einer 13. Zurückblickend kann ich beruflich sagen, dass ich ab dem neuen Schuljahr viel richtig gemacht habe.
Der Schritt in die Lehrerausbildung war gut und ich finde diese Aufgabe immer noch erfüllend und spannend. Auch die Koboldklasse zu übernehmen habe ich nicht bereut, obwohl ich vor der Doppelbelastung Angst hatte.Trotzdem beide Tätigkeiten ziemlich anstrengend und kräftezehrend sind (das habe ich sehr vor Weihnachten gespürt), machen sie Freude. Besonders erfüllend aber finde ich die Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen. Manchmal denke ich, sie sind so etwas wie mein "Jungbrunnen", denn sie sind alle sehr viel jünger als ich und absolut toll. Wir mögen uns sehr, jeder hilft dem anderen wo und wie er kann und jeder hat auch absoluten Respekt vor der Arbeit des anderen. Das Beste aber ist, dass wir viel miteinander und übereinander lachen können. Ich glaube, das spüren auch die Kinder und Eltern. Jaja... das klingt fast zu harmonisch...keine Sorge, wir wälzen dafür andere Probleme.
Was ich gern im nächsten Jahr ändern möchte? Ich möchte nicht mehr soooo viel Zeit nur mit Schule verbringen. Das klingt vielleicht komisch, aber ich möchte mehr für mich machen und genießen. Diesen Vorsatz habe ich heute schon in die Tat umgesetzt und nur gefaulenzt, endlich ein Buch weitergelesen, an meinem neuen Handy herumgespielt, ein bisschen gebloggt und nun rolle ich noch ne Runde auf meinem Sofa und schaue fern. Klar habe ich ein schlechtes Gewissen, denn Anfang Februar gibt es Halbjahresinformationen in Berichtform und davon muss ich 23 schreiben. Eigentlich müsste ich jetzt also schon beginnen....Nein, ich beginne noch nicht. Morgen gehe ich zum Sport, um den Gänsebauch wieder in Form zu bringen, werde mein Buch weiterlesen und vielleicht den Ordner mit den Zeugnisvorlagen mal rauskramen.... also vielleicht...

21. Dezember 2012

Endlich....

...sind die heiß ersehnten Weihnachtsferien da. Auch in diesem Jahr bin ich darüber mehr als froh, denn die letzten Tage waren sehr anstrengend für alle. Noch dazu habe ich seit vier Wochen einen fiesen Frosch im Hals, der einfach nicht das Weite sucht. Nach wie vor vermisse ich die Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit. Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, dann fällt mir auf, dass wir irgendwie mehr Zeit hatten oder sich die Eltern die Zeit einfach nahmen. Es war immer ein besonderes Ritual, mit der Mutti Plätzchen zu backen, diese zu dekorieren und sich über den Vater zu amüsieren, der die noch heißen Plätzchen in den Mund stopfte und dann ewig darüber jammerte. Oder die Aufregung um die Weihnachtsstollen... Die Zutaten wurden zum Bäcker gebracht und dann wurden die fertigen Stollen mit dem Schlitten abgeholt. Danach lagen sie im Schlafzimmer, in der Küche und in allen möglichen anderen Ecken. Der tollste Stollen wurde herausgesucht und zu den Verwandten in den Westen geschickt. Oder ich denke an meine Puppenstube, welche das ganze Jahr auf dem Boden stand und erst zu Weihnachten in die Wohnstube gebracht wurde. Die Puppenstube wurde von meinen Eltern selbst gebaut... der Vater brachte in jedem Jahr etwas Neues an, mal war es eine Klingel, mal hatte die Puppenstube ein neues Bad oder die Fernseher wurden mit Dias bestückt, so dass ich modernes Farbfernsehen in der Puppenstube hatte..Die Freude meinerseits war immer riesig, denn ich war die perfekte Puppenmutti.Für all diese Sachen liebe ich meine Eltern sehr, denn auch wenn wir wenig hatten, so war die Vor- und Weihnachtszeit ruhig, besinnlich und einfach schön. Gibt es diese Rituale heute überhaupt noch in den Familien unserer Schulkinder? Ich hoffe ja, auch wenn mich in den letzten Tagen andere Gefühle beschlichen... aber darüber will ich jetzt nicht auch noch jammern. Außerdem lasse ich mich ja leider von dem ganzen Trubel immer wieder anstecken. Heute, wo es alles gibt, renne ich auch erst in den letzten Tagen los und kaufe Geschenke....aber daran werde ich arbeiten im nächsten Jahr.
Nun wünsche ich allen Lesern hier ein ruhiges, schönes Weihnachtsfest, gute Gedanken und vielleicht erinnert sich ja manch einer in dieser hektischen Zeit an seine Kindheit..... 

13. Dezember 2012

Erschöpfung

...zeigt sich jetzt bei vielen Kindern und Lehrern. Man hat das Gefühl, dass fast eine Woche vor Weihnachten die Luft total raus ist. Vielleicht liegt es an den derzeitigen Winterverhältnissen, die einem schon manchmal die Laune am Morgen ziemlich vermiesen. Ich habe gefühlte 100 kg Schnee von meinem Auto in den letzten Tagen entfernt, von den Rutschpartien auf den Straßen ganz zu schweigen... aber das sind ja eigentlich keine Dinge, die einen sooo aus der Ruhe bringen. Mich bringt eher die "Rammelei" mancher Kinder in den Pausen aus der Ruhe. Da wird auf dem Bauch um die Regale gerobbt, die Toilette im Sprint erobert und in einer Lautstärke miteinander kommuniziert, die man manchen zarten Geschöpfen gar nicht zutraut. Trotz stimmungsvoller Musik zum Frühstück (wobei mich ehrlich gesagt die Dudelei manchmal nervt.... ich weiß, das ist gar nicht pädagogisch...) werden wilde Spiele veranstaltet. Nun bin ich wirklich keine Meckertante, aber heute war ich vom Schimpfen so erschöpft, dass ich beim Zeitunglesen so fest eingeschlafen bin und fast den Postboten verpasst habe, der ein Weihnachtspaket abliefern wollte.
Nun sitze ich über meiner Vorbereitung und überlege, wie ich die Kinder zur Ruhe und  Besinnung bringe, denn selbst die Vorleserei war heute sehr anstrengend...einer macht Faxen, der nächste kichert darüber, der übernächste wurde gezwickt.... Himmel nochmal...richtige Kobolde!! Aber ich war als Kind auch nicht anders und hatte in bestimmten Momenten den gleichen Blödsinn im Kopf. Das schärfste waren heute die Lernwörter, welche wir in unser Wörterheft eintrugen. Beim Buchstaben "Nn", waren u.a. schon drei Wörter vorgedruckt...dabei war das Wort "Nixe". Ich: Schaut mal, da ist ein ziemlich schweres Wort zu lesen mit einem x in der Mitte. Ein Junge: Ja, da steht S..!! Die lieben Kleinen lagen flach, vor allem die männlichen Kobolde. Meine Güte und das in der besinnlichen Vorweihnachtszeit. So, nun aber ran an die morgigen "Beruhigungsmaßnahmen!

10. Dezember 2012

Koboldweihnacht Teil 2

Da heute mein Seminartag ist und ich viel vorzubereiten habe, lenke ich mich etwas ab und schreibe noch einiges über die letzten Tage in der Koboldklasse und stelle einige Fotos ein.
Hier sieht man unseren diesjährigen Weihnachtskalender in der Klasse, welcher immer sehr umlagert ist, denn in den Dosen befinden sich kleine Überraschungen.
Dies zeigt einen Blick in unser Klassenzimmer. An unserem Gitter befinden sich je nach Jahreszeit gebastelte Dinge.
 Äpfel und Herzen fand ich zu Weihnachten ganz passend, vor allem weil sie auch nach Weihnachten noch hängen bleiben können. Eine der beliebtesten Übungen während des Buchstabenweges ist die Fühl/Tast- Station. Eine Kollegin lieh mir ihre selbst gefertigten Sandpapierbuchstaben, welche ertastet werden müssen. Der jeweilig neue Buchstabe muss erfühlt werden. In den Fühlsäckchen befinden sich Holzbuchstaben, welche ebenfalls ertastet werden müssen. Anfangs dachte ich, dass die Kinder viel schummeln würden bzw. der Reiz schnell erlischt, aber erstaunlicherweise passiert das so gut wie gar nicht.
In den gelben Plan habe ich jetzt, wie schon erwähnt, die schönen Übungen zu den Krazwusels integriert und freue mich, was so alles von den Kindern entsteht.
Dieser Junge übt Wörter und Bilder zuzuordnen. Dazu habe ich (dank einer tollen virtuellen Freundin, welche diese erstellt hat) viele ausgeschnitten und etwas geordnet in kleine Ikea-Schachteln gepackt. Damit die Kinder wissen, welche Buchstaben bei den Wörtern eine Rolle spielen, habe ich diese auf die Schachteln geklebt.
Dieses Material habe ich schon einmal gezeigt, allerdings mit Laut- Bildzuordnung. Viele Kinder greifen verstärkt zur nächsten Variante und haben große Freude am Umgang damit. Ich staune immer wieder, wie flexibel Kinder sind. Obwohl wir bei weitem noch nicht alle Buchstaben ausführlich im Buchstabenweg durchlaufen haben, finden sich viele Kinder immer besser mit den Buchstaben zurecht und lesen. Auch zu dieser Übung greifen die Kobolde verstärkt. Dabei kommt es darauf an, den Anlaut und den Endlaut gut zu erhören. Die Wischerei mit den Foliestiften wird dank eines guten Tipps in den Kommentaren immer besser. Man drückt ein "Zewa" nur an den nicht laufenden Wasserhahn, der ja trotzdem feucht ist. Die Feuchte reicht super, um eine Folie abzuwischen. Damit ist dieses Problem gelöst. Diesen Silbensack habe ich mal vor einigen Jahren gebastelt und nun hervorgekramt. Die Kinder versuchen aus den Silben Weihnachtswörter zu finden, was sich als nicht sooo  einfach herausstellt...die Wörter werden dann in das Tagebuch übertragen.
Zum Schluss noch ein Blick auf die Materialkoffer, welche auf dem Fensterbrett stehen und von den Kindern ebenfalls sehr gern genutzt werden. Die Silben- und Anlautkiste vom Matobe- Verlag ist Gold wert. In der anderen Materialkiste sind bereits Übungen für den orangen Plan enthalten, der in Kürze eingeführt wird.
 



9. Dezember 2012

Koboldweihnacht

Draußen schneit es mal wieder und es wird Zeit, hier etwas zu schreiben. Obwohl die vielgepriesene Vorweihnachtszeit besinnlich und ruhig sein sollte, ist sie es wohl an den meisten Schulen eher nicht. Deshalb hatte ich mir für dieses Schuljahr vorgenommen, die Hektik außen vor zu lassen und vieles ruhiger anzugehen. Es gelingt mir zunehmend besser, denn ich setze mich nicht mehr so unter Druck und da wir in unserer Schule recht zeitig mit der Vorweihnachtswoche starteten, ist alles etwas ruhiger in diesem Jahr. Die Kobolde durften eine wunderschöne (durch Eltern gestaltete) Weihnachtsfeier erleben, buken wie die Wilden Plätzchen und auch so sind wir alle miteinander entspannt und glücklich. Ich lese sehr viel vor und habe große Freude an dieser wunderbaren Klasse. Der
absolute Renner der KInder sind jedoch die Krazwusels. Diese Figuren stammen von Susanne Schäfer und Herrn Krahl. Sie sind herzallerliebst gezeichnet und bieten viele Möglichkeiten, um zu lesen, zu drucken, zu erzählen und vor allem zu lachen. Opa Krazwusel ist ein Tausendsassa, den die Kinder regelrecht verehren, vor allem, weil er sich nie von seinem Nachthemd trennt....und so ist unsere Vorweihnachtszeit nicht nur besinnlich, sondern auch sehr lustig.... Hier hängen also die Lieblinge an der Pinnwand. Die Kinder haben die Namen zugeordnet, was gar nicht sooo leicht war, denn zuvor musste die Lesekartei gelesen werden...das packen aber schon einige Kinder, worüber ich mich sehr freue.

Auch am Buchstabenweg und im gelben Plan geht vieles gut voran. Da wir derzeit beim Buchstaben Ii sind, habe ich das Ich- Büchlein (auch aus dem Zaubereinmaleins) integriert, was den Kindern gut gefällt. Bedingung beim Ausfüllen ist aber, dass nicht nur gemalt wird. Daran halten sich alle und so bietet das Büchlein wieder eine gute Gelegenheit für das Freie Schreiben. Aber auch das regelgerechte Drucken rückt mehr in den Mittelpunkt. So üben wir jetzt Schleichdiktate, kleine Satzdiktate und das Wörterheft unserer Lernwörter wird immer mehr gefüllt. So, nun genug, denn schließlich ist zweiter Advent, außerdem hat es soooo geschneit und geweht, dass gleich die Schneeschippe zum Einsatz kommt... morgen gibt es mehr, versprochen.