29. April 2013

Freundschaft

Schon gestern hatte ich eigentlich diesen Post verfasst, aber irgendwie ist er mir abhanden gekommen und so schreibe ich ihn eben heute noch einmal neu. Zunächst kann ich berichten, dass alle Fragen für die mündlichen Prüfungen am kommenden Montag fertig sind und meine Kollegin am Seminar lobte mich heute. Das macht mich echt stolz, da ich lange getüftelt habe und weil ich alles zum ersten Mal mache, geht es mir eben nicht so leicht von der Hand. Nun können die Prüfungen kommen...ich freue mich darauf, bin aber auch ein wenig aufgeregt. Aber was sollen erst die Prüflinge sagen?
In den letzten Tagen durfte ich auch Erfahrungen mit " Verlassen und verlassen werden" machen. Nein, nicht das was ihr jetzt denkt...ich meine die Zuverlässigkeit. Mir wurde von verschiedenen Personen seit Wochen Hilfe beim Erstellen der Prüfungsaufgaben versprochen. Tja, selbst ist die Frau! Ich kenne jetzt alle Ausreden dieser Welt, angefangen von kaputter externer Festplatte bis hin zu....Alles ist plötzlich verschwunden. Darüber bin ich menschlich ziemlich enttäuscht und muss sagen...sowas hat nichts mit Freundschaft zu tun. Wahre Freunde sind die, die mir immer...besonders aber in Not helfen (ich bin zwar nicht in Not, aber was man verspricht, hält man). Ich bin ein sehr zuverlässiger Mensch, ohne mich selbst zu loben. Dies kenne ich auch von meinen wahren Freunden. Da wäre zum Beispiel meine beste Freundin in der Schweiz. Wir kennen uns schon sehr viele Jahre und sie ist der Inbegriff von Treue. Sie ruft immer an, sie schreibt liebe Karten von überall her und wenn wir telefonieren, dann quatschen wir stundenlang. Sie hat einen tollen Humor und das Beste an der Sache ist, dass sie herzlich über sich selbst lachen kann.
Dann ist da meine andere Freundin, die ich ebenfalls unheimlich mag. Wir sind grundverschieden...allein schon im Aussehen- sie klein, raspelkurze blonde Haare, ich groß und dunkelhaarig. Wir können ebenfalls herrlich miteinander lachen, lästern (gehört dazu!!), wir haben unsere Geheimnisse und weinen auch in schweren Momenten zusammen. Sie ist, genau wie meine Schweizerin, eine Sportlehrerin (....irgendwie haben die wohl was besonderes). Sehr beeindruckend finde ich an ihr die Lockerheit an die Dinge heranzugehen. Leider bin ich dafür irgendwie zu kompliziert.
Dann gibt es noch die Freunde, die keine Lehrer sind und oft über uns Lehrer schmunzeln. Sie helfen am Computer (wenn er spinnt), schleppen Grillsauce und Knoblauchspray aus Amerika ran und gehen gern zu Konzerten, wo man einfach mitgeschleppt wird. Nun werdet ihr euch fragen, warum ich das beschreibe. Ganz einfach: Alle aufgezählten Freunde sind immer zuverlässig und haben mich noch nie im Stich gelassen. Das ging mir in den letzten Tagen oft durch den Kopf. Vielleicht hätte ich den Post auch Zuverlässigkeit nennen sollen, aber mir gefiel diese Überschrift besser. Wenn ihr solche Freunde habt, dann pflegt eure Freundschaften. Wie oft hat meine keine Lust zu telefonieren oder schiebt ein Treffen auf die lange Bank?! Ich will keine Floskeln benutzen, aber wahre Freunde sind wichtig, denkt daran.

Kommentare:

  1. Du hast Recht, Arnie. Aber wahre Freunde sind einem auch nicht böse, wenn mal sich mal länger nicht gemeldet hat, sondern freuen sich dann darüber, wenn das Telefon klingelt.
    Ich habe Gott sei Dank auch solche Freunde, wie du sie beschreibst. Die Zahl ist beschaulich, aber ich kann mich IMMER auf sie verlassen. Und ich weiß, sie lassen alles stehen und liegen, wenn sie gebraucht werden.
    LG birdy

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    1. So soll und muss es bei richtigen Freunden sein, liebe birdy.

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