17. April 2013

Von Konstigefühlen, Prüfungsgefühlen und Frühlingsgefühlen

Vorweg- ich bin übelst froh, dass endlich Frühling ist. Alles (na gut...fast alles) sprießt und blüht wie verrückt und auch mich hält fast nichts auf dem Schreibtischstuhl....außer der Blog heute. Meine Kobolde habe ich am Dienstag nun endlich mit Konstantin, dem kleinen süßen Drachen aus Susannes Schlupfblog bekannt gemacht und diesen im Klassenzimmer Einzug halten lassen. Eigentlich kannten sie ihn schon aus der Vorschule, aber trotzdem waren alle begeistert.


Im Sitzkreis nutzte ich die Fabulierkarten, auf welchen Konsti in verschiedenen Situationen zu sehen ist und die Kinder erzählten kleine Geschichten jeweils zu ihrer Karte. Es war eine Schau zuzuhören, vor allem gab es wilde Spekulationen, wie z.B....wenn Konsti Feuer speien kann, kommt dann auch Feuer beim pupsen? Gute Frage...ich konnte sie nicht beantworten. Dann behaupteten einige Kinder Konsti hätte einen Bruder. Das verwirrte mich dann doch etwas, aber wie sich herausstellte meinten sie Poldi den Polzeidino (den gibt es nur in Sachsen).
Das niedlichste aber waren die Vermutungen der Jungen, warum Konsti Schweißperlen auf der Stirn hat, wenn er Isemelda Blumen überreicht. Ehrlich gesagt, hatte ich selbst die Schweißperlen vorher gar nicht entdeckt, aber die Vermutungen insbesondere der Jungen waren obersüß. Manche meinten, es wäre dem kleinen Drachen peinlich, manche waren felsenfest überzeugt, dass er Angst vor der Liebe hat und wieder andere sagten, dass Frauen Blumen mögen und dann funktioniert es auch mit der Liebe (gar nicht mal schlecht) usw.. Ich kam aus dem Schmunzeln gar nicht heraus. Danach arbeiteten wir im ersten Konstantinheft. Auch eine wunderbar durchdachte Sache von Susanne, da die Aufgaben in der Struktur sehr unterschiedlich gestaltet sind und für jedes Kind findet sich etwas.
Ich will jetzt jede Woche eine Konstantinstunde einführen, wo wir wirklich nur mit diesen Materialien arbeiten.
Heute nun war ich das erste Mal in meinem Leben Prüfungsvorsitzende in einer Prüfungslehrprobe. Als ich gestern nach Hause fuhr, dachte ich daran, wie sich die junge Lehrerin wohl fühlen müsse und war bei dem Gedanken, dass ich auf der anderen Seite sitzen würde, recht froh. Vorweg kann ich sagen, dass wir mit meiner Kollegin aus dem Seminar eine tolle Prüfung gesehen haben (ich darf dies schreiben, da die junge Frau auch hier Blogleserin ist und davon weiß). Mir ging das Herz auf, einen jungen Menschen schon so professionell agieren zu sehen. Nun ist mir gar nicht mehr bange um den Lehrernachwuchs. Denn es wird eine gut ausgebildete und motivierte junge Lehrergeneration nachrücken, von der ich hoffe, dass das Bundesland Sachsen gescheit genug ist, diese in Sachsen (mit gewissen Anreizen) zu halten.
Zurück zum Frühling, der auch kleidungsmäßig bei Kindern und Lehrerinnen zuschlägt. Ich habe auf dem Schulhof noch nie sooooviele bunte Farbvarianten gesehen, wie in diesem Frühling. Selbst Jungen kommen mit orangen Schuhen oder pinkfarbenen Hosen...finde ich ja cool. Da uns die Kinder auch täglich manchmal bis zu 6 Stunden am Stück anschauen müssen habe ich auch in die bunte Abteilung gegriffen....aber seht selbst. Hmmm...den Mut, diese Ohrringe zu tragen habe ich noch nicht, aber bald ist Sommerurlaub, da sind sie ein Muss, denn Federohrringe sind in diesem Jahr sowas von in....ich sage euch...hahaha!!!

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Arnie