3. Mai 2013

Müde bin ich,....


geh zur Ruh, mache meine Äuglein zu.
Also entweder hat mich die Frühjahrsmüdigkeit im Griff (die Allergie sowieso) oder der Feiertag mitten in der Woche tat meinem Wochenrhythmus nicht gut. Ich könnte ununterbrochen schlafen. Dagegen sind die Kinder doch recht munter. Da ich auch halsmäßig ab heute etwas angekratzt bin, war ich froh, dass das Wochenende vor der Tür steht. Deshalb schreibe ich noch schnell im Blog, denn am Wochenende warten noch ein paar wichtige Dinge auf mich und ich weiß nicht, ob ich zum Schreiben komme....außerdem will ich ja mal ausschlafen.

Nun ist das eine Koboldkind verabschiedet und alle waren heute sehr bewegt, aber auch fröhlich, da die Eltern wirklich liebevoll gestaltete Spezialitäten für das Klassenfrühstück spendiert hatten und die Kobolde diese Art von Frühstück über alles lieben. Ich bin wirklich mit netten Eltern in diesem Schuljahr gesegnet.

Die Kobolde sind im Moment nicht nur im Konstifieber sondern auch heftig mit dem Marienkäfer Siebenpunkt beschäftigt. Ich erzählte ja schon, dass wir am Dienstag die Vorschulkinder zu Besuch hatten und da mir wichtig war, dass sie ebenfalls in den Unterricht einbezogen werden, gestaltete ich die Sache aktiv. Zunächst erzählten die Kobolde mithilfe der vorgestellten Bücher Wissenswertes über den Siebenpunkt. Danach wurden die Wortbildkarten zu den Körperteilen geordnet. Nun stellte ich Marions großen Marienkäfer (aus dem internen Bereich) vor, den ich zu einem Büchlein umfunktioniert hatte. Ich teilte die Kinder in sechs Gruppen. Nun bekam jede Gruppe einen Flügel mit einer Überschrift...z.B. Die Larve, Die Eier....Im Klassenzimmer verteilt waren auf großen Kleeblättern Fachbegriffe zu den einzelnen Seiten zu finden. Jede Gruppe musste ihre Fachbegriffe finden und richtig zuordnen (es waren auch kleine Fallen eingebaut)...dabei war Arbeitsteilung gefragt, was die Kobolde gut beherrschen. In der Zwischenzeit schnitten die Erzieherin und ich, gemeinsam mit den Vorschulkindern, die Drehscheiben  (ebenfalls von Marion) zum Siebenpunkt aus. Die Kobolde, die fertig waren, gesellten sich zu uns und die Kleinen zeigten den Kobolden, wie man arbeiten musste. Danach wurden alle zuvor beschrifteten Flügel ausgewertet. Die Drehscheibe fand großen Anklang, da die Kobolde noch einmal die Entwicklung erklären konnten...tja und dann war die Stunde schon vorbei. Das Buch hefte ich jetzt noch in Ruhe zusammen. An den Käferkopf will ich Fühler aus Pfeifenputzerdraht befestigen. Dann bringe ich das Marienkäferbuch in den Kiga....die Erzieherin war übrigens sehr gerührt und erstaunt, was ihre ehemaligen Kinder schon alles können.
 
 
 
Im Sachunterricht puzzelten wir dann am Donnerstag Susannes Marienkäferpuzzle in Partnerarbeit zusammen. Dies fiel einigen Kindern nicht leicht, da man auch zeilenübergreifend lesen können muss. Trotzdem halfen sich alle und ich staunte wieder und war stolz. Kinder wachsen an ihren Aufgaben, keine Frage. Ich stehe auch dazu, dass ich manchmal bewusst eine gewisse Überforderung setze, da ich überzeugt bin, dass man immer daran lernt. So war es auch hier, denn das Puzzle ist nicht sooo leicht. Allein schon die Kommentare, wie man zur Lösung kommt, waren interessant und aufschlussreich...auch wer vorschnell aufgab und wer sich trotzdem durchwurschtelte war für mich aufschlussreich...
 
 
 
Hier noch ein Bild von den frisch gefüllten Materialkoffern. Zum einen nutze ich im Moment die Tierische Lesekartei von Niekao, viele Materialien aus der Kruschkiste und natürlich die Konstantinmaterialien vom Zaubereinmaleins. Ehrlich gesagt tun mir jetzt meine Hände sehr weh, denn ich habe in den letzten Tagen viel ausgeschnitten, laminiert und vorbereitet. Manchmal denke ich, es ist zuviel. Aber da ich ohne Lehrwerk arbeite, möchte ich ansprechende, handlungsorientierte Materialien anbieten. Vieles habe ich bei meiner Säuberungsaktion weggeräumt, aber trotzdem habe ich Angst vor einer Reizüberflutung. Ich weiß nicht, wie ihr das seht? Vielleicht schreibt ihr ja mal dazu eure Meinung....nach dem Motto "Ist weniger mehr?". Ich wünsche euch allen ein tolles Wochenende mit viel Sonne und vielleicht begegnet ihr ja einem Siebenpunkt?! Der bringt euch gewiss Glück!!!


Kommentare:

  1. Liebe Arnie,
    eigentlich bin grundsätzlich auch der Meinung "Weniger ist mehr". Aber wenn man offen arbeiten möchte ist es toll, wenn den Kindern eine gewissen Lernumgebung zur Verfügung steht. Kommt es nicht wesentlich auf die Struktur und Organisation der Materialien an? Montessoripädagogik geht doch auch von einer "vorbereiteter Lernumgebung" aus, die in vielen Montessorischulen doch aus ganz schön vielen Freiarbeits-Materialien besteht. Alles wirkt jedoch sehr strukturiert und hat seinen festen Platz, so dass sich die Kinder gut zurecht finden können.
    In meiner jahrgangsgemischten Klasse 1/2 muss ich auf engem Raum auch viele Dinge unter bekommen. Ich habe Materialien, die den Kinder immer zur Verfügung stehen. Wie du räume ich aber auch immer wieder Dinge weg oder habe sie nur für einige Zeit stehen, z.B. themengebundene Angebote. Viele der Konstantinsachen sind nach 2 Monaten Projektzeit wieder verschwunden, damit Platz für neue Dinge ist. Einige liebgewonnenen Lesematerialien der Kinder stehen noch im Leseregal. In zwei Jahres kommt das Konstantin-Material dann als besonderes "Bonbon" wieder zum Einsatz ;o).
    Gruß BiStro

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  2. *pünktchen*03.05.13, 20:55

    Die Aufbewahrungsidee ist ja toll! Was ist das und wo ist es her? :-)

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    1. Das ist für Heimhandwerker ein Materialkoffer für Kleinteile. Ich habe es vor einiger Zeit bei ALDI gekauft, den Koffer gibt es aber sicher auch in Baumärkten. Der Tipp war auch mal in der Kruschkiste zu lesen. LG von Sylvia

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  3. Liebe Arnie,

    ich hätte noch einige Fragen zum Marienkäfer: Wozu wurden die Kleeblätter genau genutzt? Sollen in dieser Folie die Ergebnisse präsentiert werden? Das Material ist so schön ansprechend... toll! Da kann ich mir gut vorstellen, dass alle Kinder eifrig gearbeitet haben :-)

    LG,
    papillionis

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    1. Die Kleeblätter enthielten stichpunktartig Infos zu den einzelnen Bereichen...z.B. Körperbau, Larven...Die Kinder mussten die Informationen zu ihrem Flügel sammeln und abschreiben. Diese Flügel werden jetzt zusammengetackert auf den schwarzen Käferunterteil (die durchsichtigen Hautflügel aus Folie habe ich bereits befestigt). Nun kommen noch die roten Deckflügel drauf und die Fühler werden befestigt. Dann wird der Käfer verschenkt als Erinnerung. Ich werde ein Foto machen, wenn ich daran denke. Im Moment läuft bei mir zuviel zur gleichen Zeit. Ich hoffe deshalb, dass es jetzt richtig von mir erklärt wurde...gar nicht so einfach, wie ich öfter beim Blogschreiben merke.

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