4. September 2013

Erfreuliches

Diese Bücher bzw. Materialien hatte ich mitgebracht.
Sie wurden hier im Blog schon vorgestellt.
....habe ich in den letzten Tagen erlebt, was mein Herz höher schlagen lässt.
Am Montag war nun der erste Seminartag. Unsere Seminargruppen sollten in einem Workshop ihre Ideen, Materialien und Unterrichtseinstiege zu Wahlpflichthemen des sächsischen SU- Lehrplanes vorstellen. Da ich am Ende des letzten Schuljahres krank wurde, musste meine Seminargruppe recht selbstständig vorbereiten und ich war sehr auf die Ergebnisse gespannt. (Wir hatten das Thema "Farben in der Natur") Ich wurde nicht enttäuscht, denn Ideen und Materialien meiner Lehramtsanwärter waren ansprechend und gut durchdacht gestaltet. Das Schöne ist heute für mich, dass man als altgediente Lehrerin noch viel Neues dazu lernt, denn auch von den anderen Seminargruppen kamen tolle Ideen. Auch dafür liebe ich die Lehrerausbildung. Nun schwitze ich schon wieder über den nächsten Seminaren, denn da wird das Experimentieren in den Vordergrund gerückt. Mir fällt nicht immer leicht einzuschätzen, wie viel Theorie in den Seminaren wirklich sein muss, da ich absolute Praktikerin bin. Trotzdem müssen auch Prüfungen abgelegt werden, in welchen nun mal theoretisches Wissen mit abverlangt wird. Beim Experimentieren stehen aber die Handlungen im Vordergrund und deshalb werden wir auch sehr aktiv arbeiten.
Auch meine Kobolde machen mir weiter Freude. Sie sind nun im Schulalltag und bei der neuen Lehrerin angekommen und wuseln nicht mehr so herum wie vorige Woche. Gestern entwickelten wir Vorschläge für "Sanktionen" bei Nichteinhaltung unserer Klassenregeln. Ein bisschen ähnelt die Idee dem "Zeiträuber" von Susanne, welche für gestohlene Lernzeit Taten einfordert, welche der Klasse gut tun. Bei uns gibt es die Rote Karte. Verstößt ein Kind ständig gegen unsere vereinbarten Regeln, muss es eine rote Karte ziehen und die Aufgabe, darauf einlösen. Diese Aufgaben haben wir gemeinsam entwickelt, denn mir war wichtig, dass die Kinder dazu stehen. Da ich aber nicht nur die Strafe für Fehlverhalten in den Mittelpunkt rücken wollte, nahm ich die Idee vom Schutzengel aus Marions Kruschkiste auf. Wir trugen in Gruppenarbeit zusammen, was einen Schutzengel für einen anderen Menschen auszeichnet....also welche Aufgaben er heimlich erledigen könnte. Das fiel den Kindern anfangs gar nicht sooo leicht, denn man muss sich genaue Gedanken machen. Danach zog jedes Kind eine Namenskarte eines anderen Kindes und ist damit für eine Woche der Schutzengel. Verraten werden darf nichts, da sich sonst das Geheimnis in Luft auflöst. Die Kobolde waren sehr motiviert und richtig glücklich, denn sie mögen sich untereinander sehr und gerade solche Übungen dienen noch einmal dem Klassenzusammenhalt.

Miniplakate für die Gruppenarbeit...erstellt von Marion Weyland
Ideen werden gesammelt und.....
....und aufgeschrieben
Die Schutzengelkarten...noch ohne Namen. Der Schutzengel in der Mitte wurde mir von einer Schülermutti mitgegeben. 
Etwas unscharf....aber die Herbst-
farben sind erkennbar....
Bei all den Unterrichtsstunden (auch die Vierer arbeiteten wie verrückt an den Verkehrsregeln, sangen und tanzten in Musik und waren gut drauf) merkte ich meinen Schwindel, der ab und zu in Stresssituationen wiederkehrt, nicht. Ich werde weiter gesund und das ist für mich sehr erfreulich.
Ach ja, die neue Bluse, erworben bei einem tollen Einkaufsbummel in Leipzig mit einer sehr guten Freundin erfreute nicht nur mich sondern auch die Kinder....Mensch, bist schick...meinte ein Kobold gleich am Morgen....was will ich mehr?!!





Kommentare:

  1. Eine super Einstellung! Danke für diese positiven Gedanken zu deinem Alltag.
    Liebe Grüsse
    Marisa

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  2. Eine wahrlich schicke Bluse und die Schutzengel-Idee finde ich super!

    LG,
    papillionis

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    1. Aber die Schutzengelidee ist nicht von mir...sie ist von Marion Weyland. Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken...hab ja schon die bunte Bluse.

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