10. Dezember 2013

Dies und das

Mit großen Schritten nähern wir uns dem Weihnachtsfest und wie im letzten Jahr habe ich das Gefühl, dass alles sehr hektisch ist und man selbst bewusst den Alltag entschleunigen muss. Es gelingt mir nicht immer, aber ich bemühe mich.
Die Seminare laufen gut. Es macht nach wie vor Spaß und ich muss ehrlich gestehen, dass ich hier in meiner Arbeit auch eine gewisse Ruhe habe. Fast alle LAA´s sind hospitiert von mir, da ich ab Januar für einige Wochen fehlen werde. Das hat mich in den letzten Wochen etwas unter Druck gesetzt, denn ich möchte nicht den anderen Kollegen meine Arbeit zumuten. Aber es ist alles gut gegangen, niemand wurde krank und so brauche ich mir keine Sorgen zu machen.
Die Arbeit in der Schule mit den Kindern macht Freude, ist aber hektischer. Am letzten Freitag war Weihnachtstag bis in die Abendstunden und auch wenn nicht die Verantwortung auf meinen Schultern lastete, kam ich am Abend nach Hause wie ein geprellter Frosch. Ich denke alle engagierten Lehrer kennen das in der Vorweihnachtszeit. Deshalb freute ich mich anfangs gar nicht sooo riesig auf den bevorstehenden Musicalbesuch in Bochum...irgendwie war ich sehr alle und kaputt. Und gerade dann wird es am schönsten. Wir haben wirklich gute Freunde, die sehr unternehmungslustig sind, alles für uns mitplanen und wir können uns eigentlich dann treiben lassen...einfach herrlich. Bis auf das Wetter war es ein tolles Wochenende und ich kann "Starlight" wärmstens empfehlen.

Heute nun freuten sich die Vierer im Sachunterricht auf das Thema "Pubertät" und ich staunte, wie gefühlvoll wir zunächst ins Gespräch kamen über unsere Gefühle. Ich nutzte dafür Susannes Gefühlsscheiben. Danach ordneten wir auf der Zeitleiste (auch aus dem Zaubereinmaleins) den Lebenszyklus eines Menschen...geschlechtergetrennt. Es war herrlich zu erleben, wie alle herumsuchten, denn ich hatte Bilder und Texte im Zimmer verteilt. Auch die Diskussion zu hören, was ein Greis ist, war faszinierend. Dieser Begriff gehört anscheinend nicht mehr zur Lebenswelt der Kinder, denn ich musste ihn erklären. Nun begannen wir die Zeit der Pubertät einzuordnen. Die Bilder von Herrn Krahl laden ja regelrecht dazu ein, neugierig zu werden bzw. dazu zu erzählen. Die körperlichen Veränderungen wurden mithilfe des Lehrbuches herausgearbeitet und natürlich kamen wir immer wieder auf die Gefühle zu sprechen. Es war echt schön. In der anschließenden Musikstunde wurden erzgebirgische Weihnachtslieder gesungen und ich bin immer überrascht, wie wenig die Kinder über die Mundart und die Traditionen wissen, vor allem weil sie hier im Erzgebirge geboren sind... Vielleicht ist das aber ein wenig der Trend unserer Zeit? Es wäre schade, aber wir Lehrer müssen wohl auch hier dranbleiben und vieles an Traditionen und Werten verstärkt vermitteln. Ich muss dazu sagen, dass ich gebürtige Vogtländerin bin, also nicht aus dem Erzgebirge stamme..... unsere Traditionen sind zum Teil recht unterschiedlich.
Schlunzt du mal hier
Gestern nun kaufte ich mir auf dem Bahnhof noch ein Buch, welches mich im Moment sehr amüsiert, weil ich mich ständig wiedererkenne...eigentlich hat es einen ernsten Hintergrund....die "lieben" Eltern...aber das müsst ihr selbst mal lesen (nur nicht zu Weihnachten)....da wären wir dann wieder bei den Werten....

Jetzt freue ich mich riesig auf Freitag, denn da besuchen wir mit Freunden (auch mitschleppende) den Weihnachtsmarkt in Schwarzenberg. Dieser muss sehr schön sein und als Wochenausklang gut geeignet...schließlich will ich ja entschleunigen...

Und nun für euch das "Raachermannellied"...das trällern wir zur Zeit rauf und runter.

Kommentare:

  1. Liebe Sylvia,
    ich lese immer fleißig deinen Blog, kommentiere aber selten :D

    Nach den Weihnachtsferien steht auch in meiner vierten Klassen das Thema Pubertät, Schwangerschaft und Säuglingspflege an. Ich habe schon überlegt die Kinder dazu ein Lapbook erstellen zu lassen. Darf ich erfahren wie es in deiner vierten Klasse zu dem Thema weitergeht?

    Ich wünsche dir noch eine schöne und hoffentlich einigermaßen entspannte Adventszeit.

    Viele Grüße
    MissHalfway

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  2. Viel Spaß in Schwarzenberg wünsche ich dir. Besonders schön ist es, wenn im Dunkeln das Schloss und die Kirche angestrahlt werden. Und dann mit einem warmen Glühwein den Blick über die Stadt genießen... Das ist auch für uns jedes Jahr ein Muss.
    Aus den anderen Jahreszeiten ist dir unser kleines Städtchen ja bekannt.Von damals,.... als es mit dir noch ganz tolle Fortbildungen an unserer Schule gab.
    Eine schöne Weihnachtszeit wünscht dir Angela

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    1. Danke, liebe Angela, für die liebe Antwort hier. Ja, ich erinnere mich auch noch gern an Schwarzenberg und die Fobis. Dazu bleibt keine Zeit mehr, denn meine Tage sind ausgefüllt...Aber das kennst du ja. Umso mehr freue ich mich auf den Genuss morgen auf dem Weihnachtsmarkt in Schwarzenberg. Ich werde auf das Schloss und die angestrahlte Kirche schauen und an dich denken. Herzliche Grüße von Sylvia

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