18. Februar 2013

Der orange Plan

Die Winterferien sind vorbei und die Kobolde starten in das zweite Schulhalbjahr. Alle Kinder haben tolle Lernergebnisse erzielen können und ich bin mächtig stolz auf meine Klasse und zugegebener Maßen auch ein bisschen auf mich. Warum? Ganz einfach....ohne Fibel zu arbeiten war für mich bisher ganz neu und auch ein bisschen beängstigend. Denn ein Lehrwerk bietet schon die Möglichkeit, sich daran "entlang zu hangeln". Außerdem ist es vom Vorbereitungsaufwand nicht sooo intensiv.....dachte ich. Aber das stimmt so nicht! Der Aufwand hält sich einigermaßen in Grenzen, da ich ja die Teilarbeitspläne nutze und sehr viel in den Sommerferien vorbereiten konnte. Was ich als absolut angenehm empfinde, ist die Flexibilität. Ich kann sofort auf die Interessen der Kinder reagieren, kann Materialien, die mir gut gefallen, sofort mit einbinden (Zaubereinmaleins usw.) und halte mich trotzdem an meine mir vorgegebene Struktur- und nicht die der Fibel. Ich möchte nicht mehr anders arbeiten. Einen Knackpunkt sehe ich trotzdem: Alle Kollegen müssen darüber informiert sein, wie man arbeitet und das Konzept mittragen, denn es passiert schon, dass man krank ist oder aus irgendwelchen Gründen fehlt. Dann sollte die Vertretung damit umgehen können und ich denke, das ist nicht überall so einfach. Bei uns klappt das Ganze recht gut. Ich habe bisher kaum gefehlt und wenn, dann habe ich eine tolle Kollegin an meiner Seite, die viel steuert. Außerdem stehen alle meine Kolleginnen hinter dem Konzept und arbeiten ziemlich ähnlich, was die Sache nochmals erleichtert. Was mir ehrlich gesagt ein bisschen fehlt, ist der Austausch. Leider haben wir an unserer Schule in diesem Schuljahr nur eine erste Klasse und so schwimme ich manchmal schon in meinem eigenen Saft und da mir auch die Erfahrung im Umgang mit den Teilarbeitsplänen fehlt, mache ich natürlich Fehler. So war der gelbe Plan recht unübersichtlich und schwer nachzuvollziehen für die Kinder. Sie trugen zum Teil nur erledigte Dinge ein und fanden sich nicht immer sooo gut zurecht, wie ich bei der Planung glaubte. Aber dann sagte ich mir...der Plan ist nur ein Zettel...die intensive Arbeit am Material zählt. Die ist wirklich klasse. Beim orangen Plan werde ich den Buchstabenweg mit der Freiarbeit verknüpfen. Bisher habe ich jede Woche einen Buchstaben bzw. eine Buchstabenverbindung in den Mittelpunkt gerückt. Jetzt werde ich das nicht mehr tun, sondern die Kinder gehen in ihrem Tempo vor. Der Plan erscheint sicher auf den ersten Blick sehr voll, aber da wir jetzt langsam auch an die Schreibschrift ranmüssen (leider, denn ich hätte gern die Grundschrift genutzt), habe ich den Plan entsprechend ergänzt. Nun bin ich sehr gespannt, wie Kinder und Eltern in den nächsten Wochen darauf reagieren.
 
An dieser Stelle möchte ich aber auch mal ein Dankeschön geben an alle meine Bloglieblinge der linken Seite. Ich habe schon so oft von euren Materialien profitiert und natürlich auch von den beschriebenen Erfahrungen, dass ich darüber echt froh und glücklich bin.Vielen lieben Dank....ihr wart auch mit ein Grund, warum ich mit der Blogschreiberei weitermache, denn mit euch fing ja auch alles an (ich denke, die betroffenen Personen wissen an dieser Stelle, wen und was ich meine).

17. Februar 2013

Es geht weiter....

....und ich bin wieder da. Ich habe lange nachgedacht, ob ich den Blog überhaupt weiterführe. Dies hatte verschiedene Ursachen. Irgendwie war ich etwas "leer" und mir ging es wie in diesem Lied...
Nun waren Ferien, ich war im Urlaub und habe viel Kraft getankt...aber nicht nur für die Schule!!!!
Da dies aber ein Grundschulblog ist, werde ich auch weiter über meine Arbeit erzählen, denn die liebe ich ja sehr. Trotzdem sollte man sich nicht nur über seinen Beruf definieren und das ist eine wichtige Lehre der letzten Monate für mich.