17. Dezember 2014

Besinnliches, Verwunderliches, Erfreuliches......

Eine wunderschöne Pyramide
 in Schwarzenberg
Auf dem Weg zum Schwarzenberger
Weihnachtsmarkt begegnet man diesen
lebensgroßen Männeln in verschiedenen
Häusern...wunderschön
Das Schloss
 in Schwarzenberg- seeehr romantisch.....
Nun liegt die letzte Schulwoche vor Weihnachten fast hinter uns und ich glaube, am Freitag atmen alle Lehrer in Deutschland ein wenig auf. Ich persönlich finde ja die Adventszeit am schönsten, denn wir genießen jeden Abend unser gemütlich geschmücktes Wohnzimmer, zünden die Kerzen und Räucher"waren" an und erinnern uns an all unsere Weihnachtsmarktbesuche. 

Unser Kerzenleuchter- ein Erbstück
von der Oma meines Mannes
Gestern kam mein Mann von seinem letzten Besuch in Chemnitz mit Kolleginnen und schwärmte auch noch einmal. Von allen Weihnachtsmärkten, die ich dieses Jahr besuchte (Chemnitz, Leipzig, Auerbach/V., Schwarzenberg), gefiel mir der Schwarzenberger am besten. Alle Buden sind in erzgebirgischer Art geschmückt und haben jeweils eine Überschrift, bei der ich als Vogtländerin manchmal überlegen muss was es heißt und bedeutet. Der "Vuugelbeerpunsch" (Vogelbeerglühwein) ist sagenhaft und geht sofort in die Glieder und das Highlight auf diesem Weihnachtsmarkt ist die lebendige Spieldose. Das ist ein Häuschen, in welchem sich eine große Drehscheibe befindet und wenn die Besucher genug Geld in die Spieldose geworfen haben, beginnt sich diese zu öffnen. Nun kommen mehrere erzgebirgische Musiker zum Vorschein und den Rest schaut ihr euch 2015 an. Ich liebe es und kann mich daran ergötzen....keine Sorge, der Humor kommt nicht zu kurz....einzig der Dialekt ist für hochdeutsch sprechende Menschen evtl. schwierig zu verstehen....aber da hilft o.g. Punsch!
Und da komme ich zum Verwunderlichen. Ihr wisst ja, dass ich auch Musiklehrerin bin. Ich singe für mein Leben gern Weihnachtslieder und versuche immer wieder, diese den Kindern nahezubringen. Jedes Jahr erschrecke ich aufs neue, denn kaum ein Kind kann noch die alten Weihnachtslieder singen...im Gegenteil...viele sind völlig unbekannt. Als ich dann kürzlich auch noch mit dem "Raachermannellied" kam, war es ganz aus (ich arbeite IM Erzgebirge). Nun, da meine Musikstunden gekürzt wurden, werde ich nicht mehr viel erreichen, aber ich glaube fest daran, dass solche Traditionen unbedingt erhalten werden müssen- auch das Singen in Mundart.
Zum Schluss noch etwas Erfreuliches. Auf meinen letzten Post reagierte eine ehemalige Lehramtsanwärterin und schrieb mir eine ganz lange Mail. Darin berichtete sie, wie es ihr nach der Ausbildung erging. Alles klingt recht positiv, aber ich konnte den Zeilen auch entnehmen, dass die Zusammenarbeit mit Eltern nicht soooo einfach ist . An dieser Stelle viele liebe Grüße liebe Frau S. und alles Gute für Ihr Vorhaben ab März!!!



Kommentare:

  1. Liebe Sylvia,

    du hast mich wirklich neugierig auf den Weihnachtsmarkt in Schwarzenberg gemacht! Nun noch eine Anmerkung zu den alten Weihnachtsliedern. Leider geraten sie immer mehr in Vergessenheit und die Musiklehrer sind daran nicht ganz unschuldig. Wenn ich als "Nichtmusiklehrer" immer nur die neuen Lieder von den Kindern als Morgenlied angeboten bekomme, da sie die alten Lieder kaum noch lernen, steige ich singtechnisch aus, denn die kann ich nicht ;-(. LG Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      damit hast du absolut recht. Ich glaube wirklich, dass wir uns auf manche Traditionen anders besinnen müssen. Leider wird Weihnachten auch immer mehr amerikanisiert...nicht nur in der Musik. Also singen wir wenigstens noch in den Resttagen Lieder wie "Alle Jahre wieder" oder "Leise rieselt der Schnee"...Vielleicht rieselt er ja dann doch noch ....
      Liebe Grüße von Sylvia

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