23. März 2015

Unterrichtsidee: Legekreis

Eine Vorlage für Corel Draw...
sie stammt nicht von mir.
Es gibt eine Vielzahl an Legekreise bzw. Fotokreisen. Hier könnt ihr eine Bilderübersicht anschauen. Manche erstellen die Legekreise über ein Grafikprogramm, andere tun dies mit einem Schreibprogramm. Da es nach einem meiner letzten Posts Kommentare dazu gab, will ich die Unterrichtsidee, wie von mir angekündigt, mal aufgreifen und kurz darstellen, wie ich damit arbeite.


Als Beispiel nehme ich mir mal den "Frühlingslegekreis" aus 
dem Zaubereinmaleins (interner Bereich). Man kann ihn verschieden verwenden- z.B. als Hinführung zum Thema "Frühling". Zunächst lege ich als stummen Impuls das Kreisbild mit der Tulpe. Fragen wie: Welche Pflanze ist zu sehen? Was weißt du schon zu ihr? Wie heißt der Oberbegriff zu dieser Pflanze? Warum heißt der Begriff so? usw. folgen. Zum Schluss kommt die Frage, um welches Thema es in den nächsten Sachunterrichtsstunden gehen könnte. Jetzt legen 12 Kinder die kleinen Innensegmente und sprechen dazu. Bsp.: Ich lege ein Bild,darauf ist eine Pfütze zu sehen (mgl. kleine Sätze sprechen lassen...beim Spargel ist es schwierig, dort helfe ich) Wichtig für mich ist dabei, dass auch etwas zum Bild erklärt wird...z.B. Die Kinder essen Eis,weil es draußen wieder warm ist...o.ä..Das kann auch von anderen Kindern erklärt werden. Nun legen die nächsten 12 Kinder die großen Segmente an. Aufgabe hierbei ist es, die passenden Bilder zu den kleinen Segmenten zu finden. Das ist gar nicht so leicht, deshalb lasse ich alles zu. Wieder sollte gesprochen werden. Wer jetzt meint, dass bestimmte Bilder besser zusammenpassen, darf umlegen. Zum Schluss kommen die Oberbegriffe. Hier erkläre ich kurz, was gemeint ist bzw. liegen die Begriffe aus, werden erlesen und zugeordnet. Meine Frage lautet immer: Was hat das mit dem Frühling zu tun? Jetzt kann man, wie auf der Grafik zu sehen ist, einzelne Segmente herauslösen und hat eine wunderbare Zielorientierung...z.B. In den nächsten Stunden wollen wir uns mit den Vögeln im Frühling befassen. Was denkt ihr, warum? Kinder bringen in der Regel gern ihr Vorwissen ein und man kann hier auch an die Interessen anknüpfen. Wenn ich so arbeite, bleiben nur die Segmente da, welche Inhalte unserer SU- Stunden sind. ABER: Der Kreis bietet ja auch für andere Fächer Möglichkeiten und (ich gehe von Sachsen aus) Potential: Ethik/Religion: Feste, Gefühle, Bräuche; Deutsch: Gefühle (Gedichte), Freizeit; Musik: Gefühle, Freizeit. 
Solche Kreise nutze ich aber auch gern weiter in der Freiarbeit oder im Förderunterricht. Zum Beispiel als Wahrnehmungs- Konzentrationsübung..... Kreis einprägen und die Hälfte oder den gesamten Kreis aus dem Kopf nachlegen (hier macht sich PA gut). Oder ich fertige Wortbildstreifen an und diese werden gelesen und dazu geordnet (hier kann man mit Geheimschrift arbeiten) oder ich lasse einprägen und stelle Fragen, wie: Wie viele Vögel waren zu sehen? Auf welcher Pflanze saß die Biene? Welche Farbe hat der Regenschirm?
Also lohnt es sich, die Legekreise immer zu nutzen. Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, sie am Ende einer Unterrichtseinheit an die Pinnwand zu heften...aber trotzdem bin ich davon kein Fan...vielleicht habe ich schon zuuuviele davon an Wänden gesehen...Lest auch ruhig noch einmal die Kommentare beim entsprechenden Post. Dort wurden gute Ideen geschildert.

Kommentare:

  1. Hallo Arnie, ich dachte, ich hätte schon viele Legekreise, aber so kann man sich täuschen. Ich lege sie meist einmal gemeinsam mit meiner Klasse (Förderschule Lernen, Sbj. 4 - 6) und später wandern sie, neuerdings in durchsichtigen Klettmappen, ins Freiarbeitsregal.
    Die ganz großen drucke ich meist um die Hälfte verkleinert aus, trotzdem passen Sie bei uns nur auf den Fußboden, was die Kinder nicht stört (sie fegen sogar vorher). Meist arbeiten sie in Partnerarbeit, häufig aber auch allein. Heute waren z.B. Obst und Gemüse aus der Kruschkiste intern und Karneval im Einsatz.
    Liebe Grüße von Claudia

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  2. Hallo,
    ich habe bisher erst einmal mit einem Legekreis gearbeitet (Winter). Den hatte ich mit Magneten beklebt und ihn so an die Wandtafel angeheftet. Mein Klassenraum ist eng, so dass wir nicht im Kreis sitzen und gleichzeitig einen Legekreis in der Mitte aufbauen können. Vom Prinzip habe ich die Einführung so gestaltet, wie oben beschrieben. Durch die Magnete waren die Einzelteile gut beweglich, konnten herausgelöst und einzeln betrachtet werden. Trotzdem ist so nichts verrutscht und war dekorativ während der ganzen Arbeitszeit zum Thema an der Tafel. Wir haben dann im Laufe der Zeit noch ergänzt mit Texten, Bildern, Fotos, Experimenten, Basteleien...
    Danke für die vielen Ideen und Anregungen für hochwertigen Sachunterricht, ich lese gerne mit.
    Heike (Brandenburg)

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    1. Herzlichen Dank für das Lob! LG von Arnie

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  3. Hallo Arnie,

    vielleicht habe ich das jetzt auch einfach nur überlesen aber: Was machst du denn mit den Legekreisen, wenn die Unterrichtsstunde fertig ist? Wieder wegräumen? Oder ausgelegt lassen an einem "sicheren" Ort (wo er nicht sofort von Kindern/Putzfrau zerstört wird...)
    Ich arbeite eigentlich so wie du mit den Kreisen, pinne sie aber danach tatsächlich auch an die Wand, weil ich keinen Platz im Klassenzimmer habe, wo ich ihn ausgelegt lassen könnte. :/ Außerdem können die Kinder so immer wieder darauf zurück kommen und sich zum schreiben anregen lassen etc.
    Deine Idee mit der Konzentrationsübung finde sehr toll, daran habe ich bisher noch garnicht gedacht! Danke also für diesen Tipp!

    Grüße,
    Anne

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  4. Da gäbs Ärger mit mir, wenn Kinder oder Putzfrau was zerstören würden ... Meine Schüler haben viel Achtung vor ausgelegtem Material. Einen Legekreis lass ich auch mehrere Tage auf dem Kreisteppich liegen. Na mei, dann wird eben mal nicht gesaugt. Wir sind ja mit Hausschuhen unterwegs. Ansonsten wird sehr vorsichtig drumherum gefegt. (Ein oder zwei Wörter, das drumherum?)

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