16. Februar 2016

Unterrichtsidee: Planetenglibber erforschen Teil 2

pixabay
Heute folgt nun Teil 2 zum "Planetenglibber" und ich freue mich über die Reaktionen bzw. eure Neugier, was sich denn nun dahinter verbirgt.


Zuvor aber etwas zu den Stationen. Diese wurden so angelegt durch Frau Prof. Dr. Marquardt- Mau, dass sie die Kinder nacheinander durchlaufen. Jede Station ist mit einer Schüssel der unbekannten Substanz ausgestattet. Außerdem bekommen die Kinder die folgenden Arbeitsblätter, welche ich fotografiert habe. 

Station 1: Untersuchen mit der Hand

Ähnlich, wie beim freien Experimentieren, gehen die Kinder hier vor. Diese "Handphase" sollte im Zentrum stehen und 10-15 Minuten Zeit in Anspruch nehmen. Ich würde damit immer starten und keine Station daraus machen.

Station 2: Filtern
Station 4: Stampfen

Die Stationsnummern sind nicht in geordneter Reihenfolge, sondern so, wie sie die Autorin "vorgegeben" hat. Hier benötigen die Kinder den erwähnten Stampfer und Filter bzw. Filtertüten.

Station 5: Pappe, Korken, Murmeln


Station 3: Sieben
Station 6: Erhitzen über einer Kerzenflamme

Wie erwähnt, stimmen die Nummern der Stationen nicht ganz überein. Manches werde ich auch etwas verändern. Im Moment denke ich über ein Arbeitsblatt nach, welches ich nach "Sinnen geordnet" nutzen werde. Also wie sieht der Glibber aus? Wonach riecht er? Wie fühlt er sich an? Was kannst du hören, wenn du den Glibber bewegst? Ich halte Fragen, die nur mit ja oder nein beantwortet werden können, für schwierig.
Den Abschluss sollte eine Forscherkonferenz  bilden, in welcher die Kinder ihre Beobachtungen und Ergebnisse austauschen und die Forscherfragen versuchen zu beantworten. Hier erfahren nun die Kinder, woraus die unbekannte Substanz besteht und warum sie sich so merkwürdig "verhält".

Deshalb für euch jetzt das "Planetenglibberrezept":

Ihr benötigt für jede Schüssel
400g Maisstärke 
ca. 400ml kaltes Wasser 
etwas grüne Lebensmittelfarbe

Maisstärke und Wasser werden so vermischt, dass ihr erst die Maisstärke in die Schüssel gebt und nach und nach das Wasser dazugießt. Vermischt es am besten mit der Hand. Der Glibber sollte leicht dickflüssig sein. Zum Schluss mischt ihr die Lebensmittelfarbe dazu. Frau Prof. Dr.Marquardt- Mau gab uns noch den Tipp, die Masse in jeder Schüssel separat anzumischen, weil sie sich schlecht aufteilen lässt.
Natürlich könnt ihr nun noch auf Mais und seine Verwendung eingehen, damit die Kinder auch Zusammenhänge erkennen und das Ganze nicht wie "Spielerei/ Zauberei" ankommt. Maisstärke kennen Kinder kaum, aber Maiskolben, Popcorn und "Play- Mais". Frau Marquardt- Mau meinte, dass man nun mit Kindern gut besprechen kann, wofür Maisstärke genutzt wird...zum Kochen, Backen, in der Industrie bei der Papierherstellung usw.. Diesen Film könnt ihr nutzen, um noch einmal alle zum Staunen zu bringen.
Nun hoffe ich, dass ihr Lust habt, die "Planetenglibberidee" umzusetzen. Ich stelle sie meinen Kollegen nach den Ferien in der Ausbildungsstätte vor und hoffe, dass wir dies auch mit unseren Lehramtsanwärtern demnächst umsetzen können.

Kommentare:

  1. Liebe Arnie,

    danke für das Teilen dieser Idee. Ich werde auf alle Fälle Planetenglibber herstellen. Leider wird die Umsetzung in der Schule etwas dauern. Ich habe übrigens Teil 2 entgegengefiebert wie vor 40 Jahren der nächsten Heidi-Folge.
    Simone

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    1. Ja, so ging es mir auch, allerdings hab ich "unsere kleine Farm" mehr gemocht ;-)

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  2. Liebe Arnie
    das Experiment ist genial, ich kannte es schon, hatte es aber schon wieder verdrängt... Wofür sind denn Murmeln, Pappe und Korken?
    Ich weiss auch nicht, was passiert, wenn man es erhitzt. Könntest du das bitte noch kurz schreiben? Herzlichen Dank für deine tolle Idee, ich werde das gerne an einem Entdeckertag bei mir an der Schule durchführen.
    Mit welcher Dauer rechnest du insgesamt?
    Liebe Grüsse
    Anne Mone

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    1. Liebe Anne Mone,

      beim Erhitzen verändert sich die Masse kaum, aber sie trocknet aus und fasst sich anders an. Die Gegenstände sollen die Kinder animieren, selbst zu probieren, was sie damit in oder an der Masse tun können. Wir haben zum Beispiel die Klopapierpappe einfach auf die Masse gestellt und gestaunt, weil sie einsank. Außerdem war die Pappe nass. Die Korken gingen ebenfalls unter, genauso wie die Murmeln. Schlägt man auf die Masse, bleibt sie konstant, nix versinkt. Mit allem denke ich, dass ihr ca. 3-4 Unterrichtsstunden einplanen solltet. Mehr Zeit ist auch gut.

      Liebe Grüße von Arnie

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  3. Liebe Sylvia,

    Maismehl steht schon auf meiner Einkaufsliste.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Marion

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  4. Vielen herzlichen Dank liebe Arnie. Nun kann ich ruhig schlafen ;-)

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  5. Hallo, ich finde die Idee auch toll und werde sie umsetzen. Ich denke allerdings, dass das Forscherheft für die Schüler nicht wirklich selbsterklärend ist. Was bedeuten denn der Stein und die Wellen genau? Ich würde mich sehr freuen, wenn du auch dein Arbeitsblatt zu gegebener Zeit mit uns teilen würdest. Ich finde die Idee, das Vorgehen nach Sinnen zu ordnen super. Vielen Dank für diese tollen Bericht!

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  6. Das geht mir ähnlich mit den Bildern im Forscherheft. Ich werde mich bemühen, etwas ähnliches aufzustellen.
    Herzliche Grüße von Arnie

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