13. Januar 2017

Freumomente

Es gibt sie...die Freumomente. Auch wenn meine Woche damit gar nicht begann. Am Montag musste ich zur Prüfungsabnahme und just sprang eben mal das Auto nicht an. Das sind dann Momente, wo ich total die Nerven verliere, denn bis zum Bahnhof sind es ca. 2 km und ich wusste, auch wenn ich loshetze, dass ich es kaum schaffen würde, den Zug pünktlich zu erreichen.
Aber meine nette Nachbarin sammelte mich unterwegs auf, nachdem mein Mann sie um Hilfe gebeten hatte und ich kam zu meinem Termin letztlich pünktlich an. Also Glück im Unglück und irgendwie ein Freumoment.  Mein Kollege drückte mir dann noch ein gutes Buch zur Planung im SU in die Hand, mit den Worten, dass es ein Geschenk sei....freu! Der nächste Freumoment wartete in Form verschiedener Mails auf mich. Eine ehemalige Lehramtsanwärterin meiner allerersten Seminargruppe schrieb mir eine lange Nachricht. Ich denke so gern an diese Gruppe zurück, einfach auch, weil sie die erste war und mir diese jungen Leute den Weg in die Ausbildung so erleichterten mit ihrer guten Art. Nun diese liebe Nachricht zu bekommen, hat mich sehr erfreut und auch bewegt. Genauso wie ein Dankeschön einer anderen LAA, welche gerade ihre Ausbildung beendet und mir ebenfalls schrieb und dankte. Das sind die Momente, in denen ich weiß, dass meine Entscheidung damals richtig war, vom Lehrerberuf in die Ausbildung zu wechseln. Gefreut hat mich auch die Reaktion eines Verlages, welchem ich einen Hinweis zu einer Sache sandte. Die nette Reaktion daraufhin habe ich gar nicht erwartet. Es gibt also wirklich tolle, gelassene Menschen....Auch bei Instagram erlebte ich Freumomente . Zum einen werden Fragen immer sehr nett beantwortet und zum anderen sandte mir eine junge Kollegin sogar ein selbst erstelltes Material zu, um welches ich mich gar nicht traute, zu fragen. Und gestern bekam ich wieder liebe Post von einer Junglehrerin, über welche ihr heute im Eulenblickblog nachlesen könnt. Warum schreibe ich das? Ich glaube, wir wertschätzen manchmal diese Momente, wo uns andere Menschen berühren oder etwas Gutes tun, nicht immer so, wie wir es sollten. An Ärger und Frust ziehen wir uns maßlos hoch....also ich leider schon. Die freudigen Momente aber berühren uns oft nur kurz. Nun hatte ich gestern auch den Genuss, eine meiner Lieblingskünstler zu erleben.... Ina Müller. Sie hadert ja so herrlich mit ihrem Alter....ähnlich wie ich (wir sind gleich alt) und nimmt sich wunderbar auf die Schippe. Gepaart ist das Ganze mit absolut toller Musik und gesanglich ist Ina ein Genuss. Aber auch sie mahnt, eben weil das Leben nicht unendlich ist, für vieles dankbar zu sein und sich auch darüber zu freuen. Vielleicht hat mich auch der gestrige Superabend dazu inspiriert, etwas über Freumomente zu schreiben. Ein Lied hat mich sehr berührt....hier hört man auch ihre wunderbare Stimme besonders gut......aber hört selbst! In diesem Sinne ihr Lieben- genießt die Freumomente!

Kommentare:

  1. Liebe Arnie!

    Vielen Dank, dass du mich mal wieder daran erinnert hast. Auch im Schulalltag vergessen wir oft, dass die "Freumomente" meistens überwiegen:-)
    Aber jetzt freue ich mich erstmal aufs Wochenende...
    Wünsche allen ein schönes Wochenende mit vielen Momenten zum Freuen!

    Liebe Grüße
    Silke

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  2. So. Du hast es geschafft.Ich heule. Ich hab dabei an meine kleine Tochter gedacht und sofort den unglaublichen Drang verspürt, sie sofort aus dem Kindergarten zu holen^^.
    Ja die kleinen Momente. Und gerade in unserem Beruf sind die sooooooo wichtig. Ich habe gerade gestern ein leeres, noch zu füllendes Freudebuch für meine LeherInnen bestellt. Ein Freudebuch. Es gibt so viele Kräfteraubende Momente in unserem Beruf. Da geht man heim und ist einfach nur unendlich müde. Und dann sind da die Power ups, als ob man in eine Steckdose mit Energie gegriffen hätte. Diese Momente gilt es festzuhalten.... und wenn man-so wie du- uns davon berichtet... Danke schön!

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  3. Toller Blickwinkel! Gefällt mir sehr gut, liebe Sylvia!

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  4. Liebe Silvia, ich finde sie auch wichtig, die kleinen Freumomente. Ich würde sie nur viel kleiner ansetzen. Ein aufmunternder Blick, eine hilfreiche Geste, es können tatsächlich Kleinigkeiten sein, die doch bereichern und unterstützen. Ich meine fast, dass hilfsbereite Nachbarn in einer echten Krise oder Buchgeschenke von keinem übersehen werde.
    Dir auch weiter viele kleine Freumomente. Sie sind wertvoll! LG Gille

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  5. Liebe Sylvia,

    mein schönster Freumoment war Dein Beitrag heute!
    LG
    Sabine

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